Indische Raumsonde schwenkt in Mondumlaufbahn ein

Foto: epa/Stringer
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NEU DELHI (dpa) - Bei einem Erfolg der Mission wäre Indien das vierte Land, das weich auf dem Mond landet. Nun ist die Raumsonde «Chandrayaan-2» in die Mondumlaufbahn eingeschwenkt. Der schwierigste Teil des Vorhabens steht aber erst bevor.

Vier Wochen nach ihrem Start ist die indische Raumsonde «Chandrayaan-2» am Dienstagmorgen in die Mondumlaufbahn eingeschwenkt. Das Manöver habe um 9.02 Uhr Ortszeit (6.32 Uhr MESZ) begonnen und 29 Minuten gedauert, teilte die indische Raumfahrtbehörde Isro mit. Der schwierigste Teil der Mission steht aber noch bevor: Am 7. September soll eine Landeeinheit mit einem Mondfahrzeug am Südpol des Erdtrabanten aufsetzen. Sollte das klappen, wäre Indien das vierte Land, dem eine weiche Landung auf dem Mond gelingt.

«Chandrayaan» bedeutet auf Sanskrit «Mondfahrzeug». Ziel der 142 Millionen Dollar (rund 126 Millionen Euro) teuren Mission ist es, die Oberfläche der Südpol-Region zu kartieren, den Boden zu analysieren und Wasser zu suchen. In der Region war Anfang 2019 schon die chinesische Sonde «Chang'e 4» gelandet. Eine israelische Sonde war dagegen im April nach einem technischen Fehler bei der Landung auf dem Erdtrabanten zerschellt.

Es ist die zweite Mission des südasiatischen Landes zum Mond. Die erste Mondsonde «Chandrayaan-1» war 2008 gestartet und hatte den Mond umkreist, ohne auf ihm zu landen.

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