Hunter Biden legt Posten bei chinesischer Firma nieder

Foto: Twitter/@the_unsilent_
Foto: Twitter/@the_unsilent_

WASHINGTON (dpa) - Hunter Biden, Sohn des demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden, tritt von seinem unbezahlten Posten beim chinesischen Investmentunternehmen BHR zurück. Er versucht damit, politischen Schaden von seinem Vater abzuwenden. Präsident Donald Trump greift seinen Rivalen Joe Biden wegen der Geschäftstätigkeit Hunter Bidens im Ausland an.

Hunter Biden werde am 31. Oktober aus dem Board der Investmentfirma BHR ausscheiden, teilte sein Anwalt George Mesires am Sonntag (Ortszeit) in einer schriftlichen Erklärung mit. Sollte Joe Biden im kommenden Jahr Präsident werden, werde Hunter Biden zudem für gar kein ausländisches Unternehmen mehr arbeiten.

Hunter Bidens Geschäfte stehen im Zentrum von Vorermittlungen zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Die Demokraten werfen Trump vor, sein Amt missbraucht zu haben, um die Ukraine zu Ermittlungen gegen Joe und Hunter Biden zu drängen.

Trump beschuldigt Joe Biden, als US-Vizepräsident auf die Entlassung des ukrainischen Generalstaatsanwalts gedrungen zu haben, um seinen Sohn vor der Justiz zu schützen. Hunter Biden war damals bei einem ukrainischen Gaskonzern beschäftigt. Trump hat auch China aufgefordert, gegen die Bidens zu ermitteln. Joe Biden weist die Vorwürfe als grundlos und politisch motiviert zurück.

BHR sei gegründet worden, um chinesische Investitionen im Ausland zu tätigen. Hunter Biden habe aber «keine Rolle» bei den Investitionen der Firma gespielt, erklärte sein Anwalt. Er habe nie Anteile an BHR gehabt, als sein Vater Vizepräsident gewesen sei, und seine Position sei zudem unbezahlt gewesen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
required fields
David Hermann 15/10/2019 11:57
Hoppla! Da hat die dpa doch glatt noch vergessen zu erwaehnen dass Familie Biden ihre Anteile am Fonds behaelt und so mit bloss einem Staatsbesuch in Peking einen dreistelligen Millionenbetrag verdient hat. Korruption vom Allerfeinsten. Doch wahrscheinlich ist am Ende vom Artikel bloss die Tinte ausgegangen ...