Hua Hin soll in die Sicherheit investieren

Foto: Twitter/@tielandthailand
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HUA HIN: Der Gouverneur der Provinz Prachuap Khiri Khan, Panlop Singhaseni, drängt die Behörden Hua Hins, mit 400 hochauflösende CCTV-Kameras die Sicherheit der Touristenstadt zu erhöhen.

Die Installation wird rund 50 Millionen Baht kosten. In Hua Hin explodierten 2016 mehrere Bomben, bei denen eine Person getötet und 20 weitere verletzt wurden. Darunter waren sieben Ausländer. Der Plan, weitere Überwachungskameras aufzustellen, scheiterte damals an dem Stromdienstleister der Provinz, der die Verwendung seiner Masten für die Kameras und Kabel verweigerte. Die Begründung: Sie könnten die Stromversorgung unterbrechen. Der Bombenalarm vom letzten Sonntag, der sich auf drei abgestellte Motorräder mit südlichen Nummernschildern in der Nähe des Bahnhofs konzentrierte, hat die Besorgnis über die Sicherheit in der Stadt geweckt. Hua Hin verfügt derzeit über 90 Überwachungskameras der Touristenpolizei und über weitere 60 Kameras der Stadt.

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Dracomir Pires 07.08.19 13:25
Wer nichts auf dem Kerbholz hat ...
… kann auch nichts gegen Überwachungskameras haben. Es werden sehr viele Verbrechen aufgeklärt, und der nicht kriminelle Bürger fühlt sich sicherer.
Joerg Obermeier 06.08.19 16:07
Man kann geteilter Meinung sein ob CCTV Kameras die Sicherheit wirklich erhöhen. In UK beispielsweise welches das dichteste Überwachungssystem mittels Kameras in den Städten hat, kann keinerlei Rückgang, insbesondere von Gewaltverbrechen vermelden. Hilfreich ist so ein System nur, um bereits begangene Straftaten evtl.aufzuklären. Jetzt kann man natürlich der Meinung sein, dass jeder weggesperrte Straftäter keine weiteren Verbrechen begehen kann. Nur ganz so einfach ist es in der Realität, siehe Erfahrungen UK, leider nicht. Was Hua Hin letztes Wochenende anbelangt, gab es bereits Samstagabend weitläufige Absperrungen rund um die Phetkasem Road. Die Bars und Kneipen in der Soi 80 mussten geschlossen bleiben. Am Sonntag dann war der Bahnhof abgesperrt und auf dem Mopedparkplatz wurde eine kontrollierte Sprengung durchgeführt. Beides habe ich zufällig live miterlebt. Auch Sonntagabend patrouillierten wieder starke Polizeieinheiten auf der Phetkasem und ließen keine Fahrzeuge parken. Ganz unabhängig davon. Nach allem was bekannt ist, sollen für die Explosionen in Bangkok Leute aus dem tiefen Süden verantwortlich sein. Die Explosionen wurden angeblich von Zündkapseln, aber noch ohne Sprengstoff durchgeführt. Für meine Begriffe war das eine eindeutige Botschaft und Warnung. Der Krieg im Süden wird meines Erachtens nicht mit Waffengewalt beendet oder gar gewonnen werden. Weder von der Zentralgewalt, noch von den Aufständischen. Hoffentlich haben das jetzt alle auch begriffen.