Hilfswelle für Bombenopfer

Foto: The Nation
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HUA HIN: Thomas Mohr, International Department Manager im San Paulo Hospital Hua Hin, zeigt sich sehr beeindruckt über die hohe Hilfsbereitschaft vieler in Hua Hin lebender Residenten für die bei den Bombenanschlägen am 11. und 12. August verletzten Urlauber aus Deutschland, Italien und Österreich.

Als er einen Aufruf zur Hilfe per E-Mail für seine Patienten in Hua Hin startete, konnte er kaum erahnen, was er damit lostreten würde. „Ich bin immer noch überwältigt von all der Hilfsbereitschaft, die ich und vor allen Dingen die Opfer erleben und erfahren konnten. Das hat mich tief beeindruckt“, erzählt er.

„Wir hadern häufig mit diesem politischen Konstrukt Europa. Das was hier und jetzt jedoch gezeigt wurde, war getragen von Herzlichkeit, Anteilnahme, Solidarität und echtem Mitgefühl. Zahlreiche Anrufe von hilfsbereiten Mitmenschen erreichten mich und die Patienten wurden in Scharen besucht. Einer Mutter wurde es sogar ermöglicht, im gleichen Flieger ihre Tochter zurück nach Deutschland zu begleiten“, berichtet er.

Auch die Hilfestellung durch die Botschaften funktionierte Mohr folgend einwandfrei: „Ich hatte wirklich das Gefühl, dass da nicht irgend­ein anonymer Beamtenapparat funktionierte, sondern, dass es da auch menschelte. Ebenso besuchten zahlreiche politische Delegationen der Thailänder unsere Patienten und ich hatte nicht das Gefühl, dass es sich dabei nur um medienwirksame Pflichtbesuche handelte.“

Für ihn steht fest, dass den Attentätern neben dem ganzen Leid, das ihre Bomben anrichteten, wohl kaum bewusst war, dass sie auch etwas in den Urlaubern und Residenten geweckt hatten: Nächstenliebe und Zusammenhalt. Dafür möchte sich Mohr bei allen Beteiligten bedanken: „All das hat mir gezeigt, dass wir hier in Hua Hin, wenn es darauf ankommt, ein intakte europäische Gemeinschaft haben, auf die wir alle zählen können. Das macht mich ein wenig stolz und genau so habe ich dies auch an Herrn Dr. Gebauer, dem stellvertretenden Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Thailand, gesagt.“

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Madeleine Camadini 05/09/2016 17:06
Schön so etwas zu Erfahren
Oliver Harms ich glaube schon. Denn wär dort lebt, setzt sich doch für Alle ein und nicht nur für Europäer, soweit Sie Hilfe brauchen. Vor allem wenn keine weiter Angehörigen in der Nähe sind, die Sie unterstützen können. " den Gefühlen geschuldet" hört sich doch gut an. Liebe Grüsse nach Hua Hin
Oliver Harms 04/09/2016 16:28
hilfswelle...
was hat das mit einer intakten europäischen gemeinschaft zu tun??? ich finde rein überhaupt nichts!!! jeder mensch egal wo er her kommt und welche religion oder keine religion er hat,wird wenn er anstand besitzt helfen.das ist menschlichkeit!!(also alles das,was den westlichen politikern abhanden gekommen ist)man könnte wenn man das hier liest glauben,wenn ausschließlich thais zu opfern geworden wären,daß keiner der residenten geholfen hätte.