Weitere Hilfen für Unternehmen in der Krise angekündigt

Großbritanniens Bundeskanzler Rishi Sunak gibt eine Pressekonferenz über die aktuelle Situation mit dem COVID-19. Foto: epa/Matt Dunham / Pool
Großbritanniens Bundeskanzler Rishi Sunak gibt eine Pressekonferenz über die aktuelle Situation mit dem COVID-19. Foto: epa/Matt Dunham / Pool

LONDON: Der britische Finanzminister Rishi Sunak hat weitere finanzielle Hilfen für britische Unternehmen in der Corona-Krise angekündigt. Ab November werde der Staat Jobs in Unternehmen bezuschussen, die ihre Arbeitnehmer mit verringerter Arbeitszeit weiter beschäftigen und bezahlen, erklärte Sunak am Donnerstag im Londoner Parlament.

Damit setzt Großbritannien künftig auf ein ähnliches Instrument wie Deutschland mit der Kurzarbeit. Das vorherige Unterstützungsprogramm hatte einen großen Teil der Löhne von Arbeitnehmern weitergezahlt, während diese gar nicht mehr arbeiteten - es läuft jedoch Ende Oktober aus. Angesichts schärferer Corona-Maßnahmen war der Druck auf die Regierung gewachsen, auch mit wirtschaftlichen Hilfen nachzuziehen. Sunak kündigte zudem die Verlängerung von speziellen Krediten sowie einer abgesenkten Mehrwertsteuer an.

«Das ist eine radikale Intervention in den Arbeitsmarkt Großbritanniens», sagte der Schatzkanzler. «Wir werden Regeln einführen, die wir noch nie zuvor ausprobiert haben.» Allerdings sei es mit einem solchen Programm besser möglich, Jobs zu unterstützen, die auch tatsächlich eine Zukunft hätten.

Dass die Pandemie massive Entlassungen in Großbritannien ausgelöst hat, ließ der konservative Politiker nicht unkommentiert: «Ich kann nicht jeden Job retten. Ich kann nicht jedes Unternehmen retten», so Sunak. Insbesondere im Tourismus, in der Gastronomie, in der Luftfahrtbranche sind in Großbritannien bereits Tausende von Stellen gestrichen worden.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.