Gedenktag für Sinti und Roma: UN besorgt über neue Diskriminierung

Foto: epa/Omer Messinger
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GENF: Die Volksgruppe der Roma wird nach Angaben des UN-Berichterstatters für Minderheiten seit einigen Jahren immer stärker eingeschüchtert und angegriffen. Er sei extrem besorgt, teilte Fernand de Varennes zum Tag des Gedenkens an den Völkermord an den Sinti und Roma (2. August) mit. Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie seien etwa auf sozialen Medien falsche Gerüchte mit rassistischen Untertönen gegen Roma verbreitet worden, berichtete Varennes am Donnerstag in Genf.

Er rief Regierungen auf, alles zu tun, damit Roma als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft leben können. Ihre Sprachen, Kultur und Geschichte müssten gefördert werden. Sie sollten den Gedenktag nutzen, um an den Völkermord an den Roma zu erinnern. Der Tag erinnert an die Nacht vom 2. auf den 3. August 1944, als fast 3000 Roma in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Die Nazis und ihre Verbündeten hätten während des Zweiten Weltkriegs nach Schätzungen etwa ein Viertel der Roma in Europa getötet, zwischen 200.000 und 500.000 Menschen.

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