Grüner EU-Corona-Pass soll im Juni starten

​G20-Treffen 

Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi nimmt an einer Pressekonferenz am Ende eines G20-Ministertreffens zum Thema Tourismus in Rom teil. Foto: epa/Fabio Frustaci
Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi nimmt an einer Pressekonferenz am Ende eines G20-Ministertreffens zum Thema Tourismus in Rom teil. Foto: epa/Fabio Frustaci

ROM: Italiens Regierungschef Mario Draghi hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der angekündigte EU-Corona-Pass ab Mitte Juni das Reisen erleichtern kann. Der sogenannte Grüne Pass werde in der «zweiten Juni-Hälfte voll einsetzbar sein», sagte Draghi nach einer Video-Konferenz der Tourismusminister der Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) in Rom am Dienstag.

In Italien werde ein ähnliches Dokument, das die Reisefreiheit in dem Mittelmeerland etwa für Geimpfte erhöht, ab Mitte Mai verfügbar sein. Draghi warb für sein Land: «Es ist an der Zeit für Sie, um einen Urlaub in Italien zu buchen», sagte er vor der Presse.

Italien hat 2021 den Vorsitz der G20-Runde. Deshalb hatte Rom die Konferenz der Fachminister organisiert. Es ging darum, ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Tourismusbranche zu geben. In der Europäischen Union (EU) ruhen große Hoffnungen auf dem digitalen Grünen Pass. Brüssel arbeitet an einem solchen Zertifikat. In dem Dokument sollen Impfungen, Tests und überstandene Infektionen gespeichert werden.

Die G20-Länder berieten auch über Leitlinien für das Reisen der Zukunft. Zu den sieben Zukunftssäulen gehören neben der Sicherheit ein nachhaltiger Umbau des Wirtschaftsbereichs und die weitere Digitalisierung.

«Kurzfristig gilt es jetzt, das Vertrauen in sicheres Reisen wiederherzustellen», betonte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, in einer Mitteilung. Er vertrat Deutschland in der G20-Runde. Doch ein Neustart alleine genüge nicht: «Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen und einen modernen, zukunftsfähigen Tourismus formen», erläuterte er. Zur Gruppe der G20 gehören 19 Industrie- und Schwellenländer sowie die EU.

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