Forscher wollen insektenfreundlichere Kuhweiden entwickeln

Eine Wildbiene fliegt vor dem strahlend blauen Himmel zu einer Blüte auf einer Wiese. Foto: Frank Rumpenhorst/Dpa
Eine Wildbiene fliegt vor dem strahlend blauen Himmel zu einer Blüte auf einer Wiese. Foto: Frank Rumpenhorst/Dpa

OLDENBURG (dpa) - Beim Futteranbau für Kühe achten Landwirte in der Regel nicht darauf, ob ihre Wiesen insektenfreundlich sind. Forscher aus Oldenburg wollen das ändern und zudem zeigen, wie Naturschutz ohne Ertragseinbußen funktioniert.

Mehr Insekten auf Äckern und Weiden: Das ist das Ziel eines EU-Projektes. Herausgefunden werden solle, wie landwirtschaftliche Flächen insektenfreundlicher werden können, ohne dass der Ertrag abnimmt, sagte Dirk Albach von der Universität Oldenburg. Die Forscher wollen Saatgut entwickeln, das viele Blühpflanzen auf landwirtschaftliche Flächen bringt, aber für die Kühe den gleichen Nährwert bietet.

«Wir sind jetzt dran, mit den Saatgutunternehmen die speziellen Saatgutmischungen zusammenzustellen», sagte Albach. Hintergrund der Bemühungen ist, dass die Zahl der Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge abnimmt, da es für sie immer weniger Blühpflanzen gibt.

An dem EU-Projekt sind nach Angaben der Uni Oldenburg insgesamt 16 Partner aus sechs Nordsee-Anrainerstaaten beteiligt. Die Leitung liegt demnach beim britischen Game & Wildlife Conservation Trust. Über ein europäisches Programm wird das Projekt mit 4,1 Millionen Euro gefördert.

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