Fluggesellschaften fordern zinsgünstige Kredite

Thailands Luftfahrtbranche befindet sich in der Krise. Foto: epa/Barbara Walton
Thailands Luftfahrtbranche befindet sich in der Krise. Foto: epa/Barbara Walton

BANGKOK: Thailändische Fluggesellschaften wollen in der nächsten Woche in einem Brief an Premierminister Prayut Chan-o-cha zinsgünstige Kredite fordern.

Laut Tassapon Bijleveld, geschäftsführender Vorsitzender von Asia Aviation (AAV), dem größten Anteilseigner von Thai AirAsia (TAA), streben alle Fluggesellschaften ein Treffen mit General Prayut an, um die Probleme des Luftfahrtgeschäfts in der Coronakrise zu erörtern. Die Airlines sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Acht Fluggesellschaften schlossen sich Ende März zusammen und baten das Finanzministerium, 25 Milliarden Baht als zinsgünstige Darlehen bereitzustellen, um die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs zu mildern.

Die meisten Fluggesellschaften würden zwar wieder Inlandsrouten bedienen. Sie könnten aber nur auf dem lokalen Markt keinen Gewinn erzielen, sagte Tassapon. Um das Geschäft aufrechtzuerhalten, müssten die Unternehmen Kosten senken, indem sie zum Beispiel den Mitarbeitern Urlaub ohne Bezahlung anböten.

Die TAA nutzt jede Gelegenheit, ihren Inlandsflugplan auszubauen. So hat sie vom Flughafenbetreiber Airports of Thailand die Erlaubnis erhalten, den Flughafen Suvarnabhumi neben Don Mueang als zweites Drehkreuz zu nutzen. Die Airline fliegt von dort Chiang Mai, Udon Thani und Hua Hin an.

Abgesehen von zinsgünstigen Darlehen erwarten die Fluggesellschaften eine Verlängerung der Entlastungsmaßnahmen um sechs Monate, wie z.B. die Senkung der Verbrauchsteuer für Kerosin auf 20 Satang pro Liter. Die Senkung soll im September auslaufen.

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