Exporte brechen im August um 4 Prozent ein

Thailands Wirtschaftsmotor stottert. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Thailands Wirtschaftsmotor stottert. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Im August gingen die Exporte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent zurück. Laut dem Handelsministerium wurden Waren im Wert von 21,9 Milliarden US-Dollar verschifft, die Importe erreichten einen Wert von 19,8 Milliarden Dollar (-14,6 %). 

In den ersten acht Monaten dieses Jahres brachen die Exporte um 2,2 Prozent ein. Dennoch hält das Ministerium für das Jahr 2019 an seinem Exportziel von 3 Prozent fest. Als Gründe für den Rückgang nennt das Ministerium die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, ein globales Überangebot an Agrarprodukten sowie die Aufwertung der Baht-Währung.

Zugenommen haben die thailändischen Exporte zu einigen Handelspartner wie die USA (+5,8%), Australien (+5,3%) und den Nahen Osten (+5,3%). Weniger Waren wurden nach China (-2,7%) sowie in die ASEAN-Region (-24,6%) verschifft. Der Handel mit landwirtschaftlichen und agroindustriellen Produkten ging um 4,4 Prozent zurück, bei Reis waren es 44,7 Prozent, bei Maniokprodukte 25,3 Prozent und Kautschuk 7,2 Prozent. Der Absatz von frischem, gefrorenem und verarbeitetem Obst legte um 26,8 Prozent zu. Der Export von Industrieprodukten ging um 1,9 Prozent zurück, weil vor allem weniger Autos nach Australien und in Länder Südostasiens gingen.

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David Hermann 21/09/2019 14:14
Richtige Analyse Thomas Thoenes. Ueberhaupt scheinen in dpa-Berichten bunt reingeworfene Zahlen eher dekorativen als substanziellen Charakter zu haben. Speziell bei Wirtschaftsthemen muss ich mir die Zahlen in Wirtschaftsfachblaettern zusamnenkratzen und oft genug feststellen, dass die Prosa der dpa entgegen der messbaren Realitaet steht. Meine Empfehlung daher skeptisch bleiben und immer erst die Zahlen/Parameter lesen. Aerzte, Piloten und ueberall wo Leben dranhaengen arbeiten so. Viele Journalisten straeuben sich eher, zumal Fakten ja die eigene Agenda erschuettern koennten. Am Ende sind die dann einigermaszen erstaunt, dass ihre Prognosen nicht eintreten. Der Realitaet wiederum ist naemlich die dpa-Agenda ziemlich egal ...
Thomas Thoenes 21/09/2019 10:26
Zu geil wie immer diese Zahlen zustande kommen.
Wie kann der Export um 4 % zurück gegangen sein und der landwirtschaftlichen Produkte um 4,4%, wenn alleine das Hauptexportprodukt Reis um 44,7%, Maniok 25,3 usw zurück gegangen ist? Demnach müssten andere landwirtschaftliche Produkte ein PLUS von mehreren hundert % erzielt haben. Sonst kann unterm Strich ja nichts einstelliges raus kommen. Also Mathe 6 setzen. Thailändische Produkte sind durch den momentanen Wechselkurs einfach zu teuer auf dem Weltmarkt. Und wieder der Blödsinn mit dem Handelsstreit USA China. Das eigentlich zu erwartende Ergebnis zeigt sich doch ganz klar im Plus von 5,8% beim Handel mit den USA. Die Waren über Thailand zu beziehen ist günstiger als über China direkt durch die hohen Strafzölle auf chinesische Waren. ABER diese Waren sind aus China und nicht aus Thailand. Sie werden nur über Thailand zollfrei durchgereicht und tragen somit nicht am BIP bei. Außer Spesen für Thailand nix gewesen. Lediglich die Zahl 5,8% Handelsplus mit den USA macht sich gut in den Medien.