Erster Corona-Fall seit sechs Monaten in Vietnams Hauptstadt Hanoi

Ein Gesundheitsarbeiter sammelt eine Abstrichprobe von einem Mann in einer provisorischen Covid-19-Testanlage im National Convention Center. Foto: epa/Luong Thai Linh
Ein Gesundheitsarbeiter sammelt eine Abstrichprobe von einem Mann in einer provisorischen Covid-19-Testanlage im National Convention Center. Foto: epa/Luong Thai Linh

HANOI: Vietnams Gesundheitsbehörden haben zum ersten Mal nach sechs Monaten wieder einen Corona-Fall in der Hauptstadt Hanoi gemeldet. Ein ganzer Wohnblock in der Metropole sei abgeriegelt worden, berichteten lokale Medien. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass sich in zwei nahe gelegenen Provinzen Dutzende Menschen infiziert hatten.

Insgesamt ist die Zahl der Neuinfektionen in verschiedenen Regionen bis Freitagnachmittag auf etwa 150 gestiegen. Tausende Menschen sollen auf das Virus getestet werden.

Das Land müsse sich darauf einstellen, möglicherweise bald 30.000 Infektionsfälle zu haben, hatte das vietnamesische Fernsehen zuvor den Chef der Corona-Taskforce, Vu Duc Dam, zitiert. Das würde mit Blick auf den bisherigen Pandemie-Verlauf einen dramatischen Anstieg darstellen.

Bislang ist das südostasiatische Land dank strikter Maßnahmen extrem glimpflich durch die Krise gekommen. Es wurden nur rund 1650 Fälle gemeldet, 35 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Viele fürchten nun um einen der wichtigsten Feiertage in Vietnam: In zwei Wochen feiert das Land das Neujahrsfest nach dem Mondkalender, bei dem die Bürger traditionell viel reisen und sich zu Familienfeiern treffen.

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