Erhöhte Alarmbereitschaft nach Waffenfund

Sicherheitsbehörden wappnen sich für bevorstehenden ASEAN-Gipfel

Das Bild zeigt einige der schweren Waffen, die letzte Woche in einem Bewässerungskanal in Sisaket gefunden worden. Dass sie von militanten politischen Gruppierungen stammen, konnte bisher nicht bestätigt werden. Foto: The Nation
Das Bild zeigt einige der schweren Waffen, die letzte Woche in einem Bewässerungskanal in Sisaket gefunden worden. Dass sie von militanten politischen Gruppierungen stammen, konnte bisher nicht bestätigt werden. Foto: The Nation

BANGKOK: In Vorbereitung auf den ASEAN-Gipfel nächste Woche in Bangkok werden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, nachdem in den letzten fünf Tagen in zwei Nordostprovinzen schwere Kriegswaffen gefunden wurden.

Thailands Polizeichef Srivara Ransibrahmanakul betonte, dass den Behörden bisher keine Informationen über mögliche Sicherheitsbedrohungen während des ASEAN-Gipfels vorliegen würden, der vom 20. bis 23. Juni in Bangkok stattfindet. Dennoch veranlasste der jüngste Waffenfund Pol Gen Srivara zur Erteilung des Befehls, alle vorliegenden Geheimdienstberichte erneut auszuwerten. Auch die Zahl von Sicherheitskräften und Kontrollpunkten in und außerhalb der Hauptstadt soll deutlich erhöht werden. 

Maximale Sicherheit für Gipfelteilnehmer

In der „Bangkok Post“ beteuerte der nationale Polizeichef, dass er dafür sorgen werde, dass es niemanden gelingen werde, Bomben nach Bangkok zu bringen mit der Absicht, Angst und Chaos zu erzeugen. Er führte fort, dass der Waffenfund keine negativen Auswirkungen auf die Gipfelteilnehmer habe, sondern ihr Vertrauen in die Arbeit der thailändischen Sicherheitsbehörden stärken würde, denen der Waffenfund vor Beginn des Gipfels gelang. Bereits zuvor hatten Premierminister Prayut Chan-o-cha und Vizepremierminister Prawit Wongsuwon die Sicherheitsbehörden aufgefordert, den Gipfelteilnehmern die „maximale Sicherheit“ zu gewährleisten.

Fund von Kriegswaffen in Rothemden-Hochburgen

Am letzten Mittwoch fanden die Behörden in einem Bewässerungskanal im Bezirk Kukhan der Provinz Sisaket 27 Panzerfäuste, 24 Granaten für M79-Granatwerfer und 700 Schuss Munition für AK-47-Sturmgewehre. Ein weiterer Waffenfund gelang den Sicherheitskräften am vergangenen Sonntag in der Ortschaft Ban Kra Ngok im Tambon Sadao des Bezirks Buachet in der Provinz Surin. Gemäß dem nationalen Polizeichef könnten beide Funde miteinander im Zusammenhang stehen.

Ersten Ermittlungsergebnissen folgend handele es sich um dieselbe Art von Waffen, die auch bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen im Zuge der politischen Unruhen der Jahre 2010 bis 2015 eingesetzt wurden. Dennoch könne er beim bisherigen Ermittlungsstand nicht bestätigen, dass sie in Verbindung zu militanten politischen Bewegungen stehen würden, sagte Pol. Srivara.

Traditionell gilt der thailändische Nordosten beziehungsweise Isaan als Hochburg der Rothemden-Bewegung („Suea Daeng“), die dem im September 2006 entmachteten und seither im Exil lebenden Premierminister Thaksin Shinawatra nahesteht.

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