Coronavirus: Aktuelle Meldungen der Luftfahrt

Foto: epa/Clemens Bilan
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«PRAKTISCH LAHMGELEGT»: Kaum noch Passagiere an Berliner Flughäfen

BERLIN: Die Passagierzahlen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sind wegen der Corona-Pandemie drastisch eingebrochen. Wie aus dem am Samstag veröffentlichten Verkehrsbericht März hervorgeht, betrug der Rückgang bei den Fluggästen auf den ganzen Monat betrachtet fast zwei Drittel (64,7 Prozent). In den vergangenen Tagen sei die Zahl der Fluggäste aber weiter deutlich gesunken, da der Flugverkehr weltweit fast komplett zusammengebrochen sei.

Aktuell liege der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat daher bei rund 95 Prozent, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. In den kommenden Wochen sei nicht mit Besserung zu rechnen, sondern wohl erst in einigen Monaten. «Die Pandemie hat den Passagierflugbetrieb praktisch lahmgelegt.»

Der Frachtverkehr ging im März um 16,7 Prozent auf 2321 Tonnen zurück, also bei weitem nicht so stark wie der Passagierverkehr. Nach Ostern soll entschieden werden, ob Tegel vorübergehend geschlossen wird. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft wollte den Airport eigentlich schon vor Tagen vom Netz nehmen, um Kosten zu sparen. Dem folgten die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund am vergangenen Montag aber nicht.

Am Donnerstag hatte der Flughafenverband ADV mitgeteilt, dass in der letzten März-Woche (23.-29.3.) die Zahl der abgefertigten Passagiere auf nur noch knapp 206 000 gesunken sei. Das entspricht 5 Prozent des Wertes aus dem Vorjahr. Auch weltweit gingen die Zahlen deutlich zurück. Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt wird eines seiner beiden Passagier-Terminals am kommenden Dienstag vorläufig schließen.


Erster Flieger aus Neuseeland mit Deutschen in Frankfurt gelandet

FRANKFURT/MAIN: Ein erster Flieger mit in Neuseeland gestrandeten Deutschen ist am frühen Samstagmorgen am Frankfurter Flughafen gelandet. Wie die Bundespolizei auf Anfrage mitteilte, kam die Maschine der Air New Zealand um kurz nach sechs Uhr von Auckland mit Zwischenstopp im kanadischen Vancouver an.

In Neuseeland sitzen zurzeit am meisten Deutsche im Ausland fest - mehr als 12 000 hatten sich nach Angaben der deutschen Botschaft in Wellington wegen der Corona-Krise für das Rückholprogramm registriert. Weitere Evakuierungsflüge soll es in den kommenden Tagen aus Auckland und Christchurch geben. Daran ist die Lufthansa nach eigenen Angaben mit zehn Großraumflugzeugen beteiligt.

Das Auswärtige Amt hatte die Rückholaktion aus Neuseeland am Samstag vor einer Woche gestartet. Nach einem ersten Flug wurden alle weiteren geplanten Flüge zunächst gestoppt. Am Donnerstag kündigte die Regierung in Wellington dann an, anderen Regierungen wieder zu erlauben, Gestrandete auszufliegen. In Neuseeland gelten wegen der Ausbreitung des Coronavirus strenge Ausgangsbeschränkungen.

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Sylvia Schattschneider 05/04/2020 14:40
Hoffe alle glücklichen Heimkehrer kommen in Quarantäne