Corona-Überblick: Meldungen aus aller Welt

So schützen wir uns und Kontaktdaten für die TH-D-A-CH Länder

Das Gesundheitspersonal nimmt am landesweiten täglichen Dankbarkeitsapplaus vor dem Krankenhaus 12 de Octubre in Madrid, Spanien teil. Foto: epa/Kiko Huesca
Das Gesundheitspersonal nimmt am landesweiten täglichen Dankbarkeitsapplaus vor dem Krankenhaus 12 de Octubre in Madrid, Spanien teil. Foto: epa/Kiko Huesca

Symbol gegen Corona: Inder entzünden Kerzen und Lichter in der Nacht

NEW DELHI: Als Zeichen gegen die Dunkelheit in der Coronavirus-Krise haben Menschen vielerorts in Indien nachts Lichter entzündet. Auf Bildern war zu sehen, wie einige mit Kerzen, Leuchten oder Handytaschenlampen an ihren Türen oder auf Balkonen standen und das Licht in ihren Häusern ausgeschaltet hatten. Zuvor hatte Premier Narendra Modi (69) die Bürger zu der Aktion aufgerufen.

In Indien herrscht derzeit eine dreiwöchige Ausgangssperre. Nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es im Land mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt nach China mehr als 2300 bestätigte Covid-19-Fälle. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte jedoch laut mehreren Virologen um einiges höher sein, da in Indien verhältnismäßig wenig getestet wird.


MOSKAU: Brand nahe Baustelle für Corona-Krankenhaus bei Moskau - ein Toter

Bei einem Brand nahe der Baustelle für ein neues Corona-Krankenhaus bei Moskau ist ein Arbeiter ums Leben gekommen. Das Feuer sei in einem Zeltlager ausgebrochen, in dem die Arbeiter untergebracht worden seien, teilte der Zivilschutz der russischen Agentur Tass zufolge am Sonntag mit. Das Feuer habe sich dann auf einer Fläche von 90 Quadratmetern ausgebreitet. Ursache ist Berichten zufolge möglicherweise ein defekter Holzofen, an dem sich die Arbeiter aufwärmten.

Seit Mitte März wird rund 70 Kilometer südwestlich von Moskau im Eiltempo ein neues Zentrum für Infektionskrankheiten errichtet. Dort sollen bis zu 500 Patienten unterkommen, die an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt sind. Mehr als 3000 Arbeiter sollen rund um die Uhr an der Baustelle arbeiten. Die Eröffnung ist noch im April geplant.

In Russland wurden nach offiziellen Angaben bislang knapp 5400 Corona-Infizierte registriert. Mit Stand Sonntag starben 45 Menschen an Covid-19.


BERLIN: Mehr als 94 900 Corona-Nachweise in Deutschland - über 1380 Tote

In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag mindestens 94 927 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: über 89 300 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 1384 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 1103). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 24 350 nachgewiesenen Fällen und mindestens 411 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 20 523 Fällen und mindestens 258 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner, verzeichnet Bayern mit einem Wert von 186,2 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 114,2. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.


Ägypten verbietet Ramadan-Tafeln wegen Coronavirus

KAIRO: Das Coronavirus hat nun auch erste Auswirkungen auf den für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan. Ägypten untersagte am Sonntag Tafeln zum Fastenbrechen (Iftar), an denen arme Menschen während des Ramadan normalerweise kostenlos essen können.

Stattdessen sollten Wohltätigkeitsorganisationen lieber Bargeld oder Lebensmittel spenden, teilte das für Moscheen zuständige Ministerium mit. In dem nordafrikanischen Land haben sich nach offiziellen Angaben bisher 1070 Menschen mit dem Virus infiziert, 71 starben daran. Der Ramadan beginnt dieses Jahr am 23. April. Gläubige Muslime verzichten dann vom Anbruch des Tages bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Das im Koran verankerte Fastengebot zählt zu den sogenannten fünf Säulen des Islams.

Ägypten zählt mehr als 100 Millionen Einwohner, 90 Prozent von ihnen sind Muslime und hatte wegen der Ausbreitung des Virus bereits eine nächtliche Ausgangssperre verhängt und Moscheen geschlossen. Bisher ist unklar, ob sie zum Ramadan wieder öffnen werden. Während des Fastenmonats drängen sich die Gläubigen normalerweise dicht an dicht in den Gotteshäusern.


«NZZ am Sonntag»: Armutszeugnis für die Vereinten Nationen

ZÜRICH: Zum Umgang der UNO mit der Corona-Pandemie meint die «Neue Zürcher Zeitung am Sonntag»: 

«Covid-19 sei die größte Prüfung seit der Gründung der Vereinten Nationen, sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, die Kriege zu stoppen und die humanitäre Krise gemeinsam zu bekämpfen. Schöne Worte, die im krassen Gegensatz dazu stehen, was das wichtigste Gremium der UNO, der Sicherheitsrat, in den letzten Wochen und Monaten gemacht hat. Nämlich: nichts.  (...)

Es ist kaum zu glauben, aber bis heute hat sich der Sicherheitsrat nicht mit dem Thema Corona befasst. Dabei sollte jedem der 15 Mitglieder klar sein, dass diese Krise eine Gefahr für die globale Sicherheit ist. Es drohen soziale Unruhen und Aufstände. Ein Armutszeugnis für die internationale Kooperation. Die UN-Vollversammlung hat eine Resolution für globale Solidarität im Kampf gegen die Pandemie verabschiedet. Auch das ein Papiertiger ohne bindenden Charakter.»


«Berliner Morgenpost» zu verschwundenen Mundmasken

BERLIN: Wer scharf angreift, muss innerhalb von 24 Stunden auch in der Lage sein, genaue Belege zu liefern. Dazu ist der Senat bislang jedoch nicht in der Lage - obwohl zumindest die Berliner Polizei schon seit dem 1. April vom Verschwinden der Schutzmasken weiß. Mit ihren Attacken sind Müller und Geisel unnötig weit vorgeprescht. Die Gepflogenheiten der Diplomatie über Bord zu werfen, nur weil es andere machen, hilft nicht. Zumal viele Fragen ungeklärt sind. Wer hat die Schutzmasken produziert? Was genau ist am Flughafen in Bangkok vorgefallen? Und wohin ist die Schutzausrüstung nun für immer verschwunden? All das ist derzeit noch offen. Auch am Sonnabend konnte die Innenverwaltung nicht zur weiteren Aufklärung beitragen, musste sich in einem Punkt sogar korrigieren, während die US-Regierung und ein Hersteller den Fall dementierten. Wenn das Nebelkerzen sind, dann muss der Senat hier schneller für Klarheit sorgen.

So schützen wir uns und Kontaktdaten für die TH-D-A-CH Länder:

  • Immer wieder gründlich die Hände waschen.
  • Atemmaske und Desinfektionsmittel immer dabeihaben.
  • In Taschentuch husten und niesen.
  • Bei Fieber und Husten zu Hause oder im Hotel bleiben.
  • Kein Händeschütteln.
  • Taschentücher in geschlossenem Behälter entsorgen.
  • ​​Halten Sie 1.5 bis 2 Meter Abstand zu anderen Personen.
  • Vermeiden Sie die Nähe von Menschenansammlungen von mehr als 2 Personen.
  • Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel.

Häufig gestellte Fragen (Deutsch)
Lesen Sie dazu «Häusliche Quarantäne»: Behandlung mit Hausmitteln

Verfolgen Sie auf dieser informativen Novel Weltkarte die Länder und Anzahl mit Coronavirus und Covid-19 infizierten Personen. 

Wenn Sie bei sich selbst einen Verdacht auf das Coronavirus feststellt (hohes Fieber, trockener Husten und Erkrankung der oberen Atemwege), dann kontaktieren Sie bitte zuerst telefonisch Ihren Hausarzt oder eine der Hotline-Nummern, siehe weiter unten. Bitte suchen Sie auf keinen Fall ohne telefonische Voranmeldung eine Arztpraxis oder ein Spital auf. Tests können nur in speziellen Spitälern und Kliniken gemacht werden und sind nur sinnvoll, wenn Sie Kontakt zu infizierten Personen gehabt haben.

Thailand: Lesen Sie aktuelles auf der Webseite von WHO (Englisch). Die Hotline des Department of Disease Control kontaktieren Sie über Tel.: 1422.

Schweiz: Infoline Coronavirus
Täglich 24 h über die Tel.: +41 58 463 00 00 

Deutschland: Hotlines zum Coronavirus
Unabhängige Patientenberatung Deutschland, Tel.: 0800 011 77 22
Einheitliche Behördenrufnummer - 115 (www.115.de)
Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) - 030 346 465 100
Arzthotline 116, 117

Österreich: Infoline Coronavirus
Täglich 24 h über die Tel.: 0800 555 62

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