Corona trifft Singapurs Wirtschaft härter als bisher gedacht

Einkäufer schauen sich Einzelhandelsgeschäfte in einem Einkaufszentrum in der Orchard Road in Singapur an. Foto: epa/How Hwee Young
Einkäufer schauen sich Einzelhandelsgeschäfte in einem Einkaufszentrum in der Orchard Road in Singapur an. Foto: epa/How Hwee Young

SINGAPUR: Die Wirtschaft des asiatischen Stadtstaates Singapur ist von der Corona-Krise härter getroffen worden als bisher gedacht. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 13,2 Prozent im Jahresvergleich gesunken, teilte das Handelsministerium am Dienstag mit. In einer ersten Erhebung war für die Monate April bis Juni nur ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 12,6 Prozent im Jahresvergleich gemeldet worden.

Auf das Jahr hochgerechnet sei die Wirtschaft des Stadtstaates und wichtigen Finanzzentrums im zweiten Quartal um 42,9 Prozent eingebrochen, hieß es weiter. Annualisierte Daten geben an, wie sich die Wirtschaft entwickeln würde, wenn das Tempo ein Jahr lang anhielte.

Nach dem Einbruch im zweiten Quartal ist nach Einschätzung der Regierung nicht mit einer schnellen Erholung zu rechnen. «Die Wirtschaftserholung wird noch einige Zeit dauern», sagte Chan Chun Sin, Minister für Handel und Industrie. Eine neue Infektionswelle in der Corona-Krise und eine damit verbundene weitere Störung der Wirtschaft in Singapur könnten nicht ausgeschlossen werden.

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