Corona – nur ein Vorwand?

Corona – nur ein Vorwand?

…fragt ein Leser und präsentiert seine Gedanken in einem Leserbrief:

Mit der verfügten Schließung von Pattaya ab dem 9. April 2020 wurde die „Weltstadt des Entertainments“ nun zur Festung deklariert, d.h. keiner darf mehr rein und umgekehrt. Die angeordneten Restriktionen (Zehn-Punkte-Programm) muten dabei in der Tat an, als würden sich hier Pest und Cholera gleichzeitig in ihrem finalen Stadium befinden. Tatsächlich aber hatten die Verantwortlichen in Pattaya gar keine andere Wahl mehr gehabt, als alle Schotten dicht zu machen.

Es stellt sich nun aber doch die Frage: Was steckt eigentlich hinter dieser Pandemie oder im Branchen-Jargon „qui bono“ (wem zum Vorteil?). Um hierzu eine Antwort zu finden, muss man die Weltzeituhr zurückdrehen bis in das Jahr 1929, dem Jahr, welches später als das „Jahr der ersten Weltwirtschaftskrise“ in die Geschichtsbücher eingehen sollte und die damals noch relativ kleine Weltgemeinschaft in eine wirtschaftliche Depression bislang ungeahnten Ausmaßes führte, die dann erst nach dem  Zweiten Weltkrieg, insbesondere in den gebeutelten USA, schließlich ihr Ende fand.

Im Verlauf bzw. in der Folge dieser Weltwirtschaftskrise entstand in den betroffenen Wirtschaftsnationen ein vehementer Abwertungswettlauf. Jeder wollte da der „Beste“ sein, um „in der Zeit danach“ mit einer wachsweichen Währung auf dem globalen, sich langsam wieder erholenden Wirtschaftsparkett einen Platz in der ersten Reihe für sich beanspruchen zu können. Einzige Ausnahme dabei bildete Großbritannien, welches diese „Abwertungs-Pandemie“ nicht mitmachen wollte. Die Briten wurden danach mit einer Aufwertung ihrer Währung von mehr als 10 Prozent „belohnt“, dementgegen aber mit einer Steigerung der Arbeitslosigkeit (Export) von zusätzlich mehr als 700.000 Menschen ohne Job „bestraft“. Winston Churchill, welcher sich für dieses Desaster verantwortlich zeichnete, räumte später (oder zu spät!) ein, dass dies wohl „der Fehler seines Lebens“ war. Daraus hatte die Finanzwelt wohl „gelernt“ und auch aktuell scheint alles Handeln in der sog. „Corona-Krise“ von dem Willen getrieben zu sein, diesmal in der aufkeimenden Abwärtsspirale ganz vorne mit dabei zu sein!

Ausgerechnet Thailand verfügt derzeit über eine der stabilsten Währungen der Welt. Diese unwillkommene Stärke erweist sich in dem inzwischen völlig degenerierten Weltfinanzsys­tem nun eher als Fluch denn als Segen! In meinem Leserbrief „Der Thai-Baht – und der Rest der Welt“ bin ich bereits explizit auf diese Problematik eingegangen. Wer sich diesen Folgetext nun bewusst verinnerlicht hat, ahnt nun, was die vielfach hoffnungslos überschuldeten Nationen der östlichen wie der westlichen Wirtschaftswelt mit der „Steilvorlage“ Corona-Pandemie nun wohl umhertreibt. Auffällig dabei ist die Tatsache, dass „Königin Corona“ (die Gekrönte) lediglich die wirtschaftsstärksten Nationen „befallen“ hat, bzw. um alle anderen Staaten mit geringem Wirtschaftsstatus (es gibt mehr als 180 davon!) einen großen Bogen macht. In der Tat kann die „Corona-Pandemie“ nun wohl eine zweite Weltwirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes auslösen.

 Tatsächlich wird sich aber die Weltwirtschaftskrise 1929 vergleichsweise als Peanuts erweisen, zumal zum damaligen Zeitpunkt nur ein verhältnismäßig geringes Papiergeldvolumen zur Disposition stand. Ebenso waren damals nicht einmal zwei Milliarden Erdenbewohner von diesem ökonomischen wie fiskalischen Armageddon betroffen. Der entscheidende Unterschied begründet sich deshalb in der Tatsache, dass die damals erfolgten Restriktionen ausschließlich in wirtschaftlichen Verwerfungen ihre Ursache hatten, während diesmal ein externer Auslöser (Corona) quasi alle ökonomischen wie sozialen Lebensbereiche nach unten zieht. In der Finanzgeschichte gab es zudem noch nie eine Situation, in welcher gleichzeitig die globalen Börsen­kurse ebenso die Unternehmens- und Staatsanleihen, einhergehend mit inzwischen spekulativ aufgeheizten Immobilienpreisen, dies alles wiederum vor dem Hintergrund einer völligen Übersättigung fast aller Konsum- und Lebensbereiche an deren oberstem Limit eine unheilvolle Monsterblase gebildet haben, welche kumulativ nun einen „Jahrhundert-Crash“ auslösen kann.

Dieser Mega-Crash, von dem inzwischen die globalen Analysten unisono einig sind, dass es sich hier nicht mehr um eine Frage des ob, sondern nur noch als eine Frage des wann handelt, kann sich nun jederzeit mit ungeahnter Gewalt und Geschwindigkeit entladen. Corona wirkt dabei, auch im Hinblick auf die wohl nicht mehr abweisbare „Mutter aller Rezessionen“, wie ein Brandbeschleuniger. Gleichzeitig erweist sich „Prinzessin Corona“ aber als Glücksfall für die inzwischen außer Kontrolle geratene globale Verschuldung! Nicht nur, dass man nun den oder die Schuldigen ausgemacht hat, man hat sich damit auch die Legitimation verschafft, durch eine mögliche Hyperinflation sich den völlig ausgeuferten Staatsverschuldungen auf subtile Weise zu entledigen. Als „positiver“ Nebeneffekt wurde dabei erkannt, dass nun der avisierten Bargeldabschaffung Tür und Tor geöffnet werden kann, bzw. man auch einer totalen Überwachung der Weltbevölkerung wiederum einen großen Schritt näher gekommen ist. Hierzu fehlt dann nur noch der „biometrische Chip“, welcher in Schweden bereits seine ersten Testläufe „mit großem Erfolg“ absolvierte.

Die Verlierer werden wie immer die braven Bürger sein, deren erarbeitetes wie erspartes Vermögen nun wohl auf dem Schafott eines finalen, rezessiven „Jahrhundert-Crashs“ verheizt werden soll. Auch wenn Thailand im Moment alle Schotten dicht gemacht hat, so ist dies für die „vorausgereisten“ Residenten dennoch ein Hoffnungsschimmer mit Blick auf die weitere Zukunft, ebenso eine persönliche Bestätigung, bereits zur rechten Zeit die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Robert Rischmann, Finanzkaufmann i.R.


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