Chefunterhändler Chinas und der USA telefonieren im Handelskrieg

Archivbild: epa/Mark Schiefelbein
Archivbild: epa/Mark Schiefelbein

PEKING (dpa) - Im Handelskrieg zwischen den USA und China haben die Chefunterhändler beider Seiten wieder direkt miteinander gesprochen. Bei dem Telefonat am Montag ging es um die Vorbereitung des geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping diese Woche am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsnationen im japanischen Osaka.

Das Gespräch zwischen Vizepremier Liu He und US-Finanzminister Steven Mnuchin sei auf US-Wunsch geführt worden, hob am Dienstag Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua hervor. In Übereinstimmung mit den Anweisungen der Präsidenten, die am 18. Juni telefoniert hatten, seien Ansichten über Wirtschafts- und Handelsfragen ausgetauscht worden, hieß es nur. Der Kontakt solle fortgesetzt werden.

Von dem Treffen der Präsidenten wird abhängen, ob der Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften weiter eskaliert. Beide sind seit einem Jahr in einen erbitterten Handelskonflikt verstrickt. Die US-Regierung beklagt das hohe Handelsdefizit mit China, mangelnden Marktzugang, Diebstahl geistigen Eigentums und staatliche chinesische Förderung, die den Markt verzerre.

So haben die USA schon die Hälfte aller Importe aus China mit Sonderzöllen belegt, während Peking mit Gegenzöllen reagiert hat. Trump droht jetzt damit, die Strafmaßnahmen auf alle China-Einfuhren im Wert von 500 Milliarden US-Dollar auszuweiten. Trump hat den Streit noch verschärft, indem er Chinas Telekomriesen Huawei und andere Tech-Firmen auf eine schwarze Liste von Unternehmen setzte, deren Geschäfte mit US-Partnern scharfen Beschränkungen unterliegen.

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Joerg Obermeier 26/06/2019 18:25
@ Leonardo
Jetzt bringen Sie mich aber etwas durcheinander. Was jetzt eigentlich? Konsolidierung, sprich kurzfristige Schulden in Langfristige umwandeln oder Staatsbankrott? Verwirrt bin ich auch deshalb, da ich seit Einführung des Euro Jahr für Jahr lese, dass es jetzt aber im nächsten Jahr sicher soweit wäre, dass diese Währung knallt. Und damit das Weltwirtschafts- und Finanzwesen kollabiert. Jetzt ist der Auslöser also nächstes Jahr gar nicht der Euro, sondern der US Dollar! Geschenkt, ist ja auch egal warum wir ab nächstem Jahr alle pleite sind. Außer den Schweizern natürlich!
Ingo Kerp 26/06/2019 13:34
Ein Handelsstreit kennt keine Gewinner, nur Verlierer.