Cannabistinktur für den Export hergestellt

Foto: The Nation
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SAMUT PRAKAN: Bei der Razzia in einer seit einem Jahr bestehenden Fabrik in Samut Prakan hat die Polizei für den Export bestimmte Cannabistinktur beschlagnahmt und bei den Ermittlungen einen Briten und einen Kanadier festgenommen.

Laut dem stellvertretenden Polizeichef General Chalermkiat Srivorakhan wurden bei dem Einsatz im Bezirk Bang Plee 70 Kilogramm Cannabistinktur, sechs Kilogramm Haschisch sowie verschiedene Ausrüstungsgegenstände gefunden. Ein japanischer Investor soll die Produktionsstätte errichtet haben, die im März dieses Jahres fünf Tonnen Cannabistinktur nach Belgien geschmuggelt hatte. Die in gepressten Kokosnussfasern verborgene Cannabistinktur in Belgien veranlasste die thailändische Polizei, den Fall zu untersuchen, bis sie die Quelle in Samat Prakan fand.

Bei der Operation wurden vier Verdächtige festgenommen. Ein 67-jähriger Brite soll die Arbeiter ausgebildet und Qualitätskontrollen durchgeführt haben. Er wurde in Pattaya festgesetzt. Ein 65 Jahre alter kanadischer Investor wurde in Chonburi verhaftet. Festgenommen wurden weiter zwei 34 bzw. 54 Jahre alte Thais in Sakhon Nakhon und in Bangkok. Die Rohstoffe kamen von in Thailand ansässigen Handelsgruppen sowie aus Laos.

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Leserkommentare

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Heinz 09.12.18 16:21
Cannabistinktur.
Ich werde einfach nicht schlau nach bald 70-jähriger Cannabis Prohibition. Man will partout nicht wahrhaben, dass ein (staatliche) regulierter Cannabismarkt eine (bessere) gute Alternative zum jetzigen Zustand ist. Ob man das will oder nicht! Eine auf Repression ausgerichtete Drogenpolitik begünstigt Korruption und ein eingespielter Markt mit kriminellen Strukturen. Die Realität lehrt uns: Es gibt „Habli” für alle und jeden in Hülle und Fülle auf dem Schwarzmarkt und wegen dieser unsäglichen Prohibitionspolitik ein gigantisches Gesundheitsrisiko für alle Konsumenten, weil der Stoff ohne “Gütesiegel” verdealt wird. Ganz zu Schweigen von entgangenen Steuermilliarden, die seit Jahrzehnten in dunklen Kanälen versickern. Es ist aber erfreulich, dass es immer mehr Staaten gibt, die das erkannt haben und entsprechende Gesetze geändert haben, oder am Ändern sind. Auch Thailand gehört dazu.