Bundesregierung sieht 5G durch staatlich unterstützte Hacker bedroht

Foto: Twitter/@amitranjan
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BERLIN (dpa) - Die Bundesregierung sieht beim Ausbau der neuen 5G-Mobilfunknetze staatliche Hackerangriffe als das größte Sicherheitsrisiko an. In einer Antwort an die EU-Kommission, die von dem Portal netzpolitik.org veröffentlicht wurde, heißt es, von Staaten gesteuerte Angreifer seien eine größere Bedrohung als organisierte Banden, einzelne Hacker oder versehentliche Systemausfälle.

Die EU-Kommission erstellt derzeit eine Risikobewertung für die Sicherheit der 5G-Netze in Europa und hat dazu die jeweiligen Einschätzungen der Mitgliedstaaten abgefragt. In der EU wird vor allem diskutiert, ob die Beteiligung des chinesischen Konzerns Huawei beim Aufbau des 5G-Netzes ein besonderes Risiko darstellt.

Huawei gehört zu den führenden Anbietern der 5G-Mobilfunktechnik, die unter anderem deutlich schnellere Datenübertragungsraten bringen soll. In den USA und auch in Deutschland sind die Chinesen aber zuletzt wegen Sicherheitsbedenken rund um Datennetzwerke unter Druck geraten. Die USA werfen Huawei vor, Spionage-Hintertüren in Produkte einzubauen und eng mit dem chinesischen Staat zusammenzuarbeiten. Einen konkreten Nachweis von Sicherheitslücken ist die US-Regierung bislang aber schuldig geblieben.

Das Papier der Bundesregierung listet sechs wesentliche Risikoszenarien auf. Ein Szenario könnte sich auf Huawei beziehen, allerdings wird der Firmenname nicht genannt. «Datenspionage, die eingeleitet wird von Nationalstaaten oder staatlich unterstützten Akteuren und die auf rechtlichen Verpflichtungen für Hersteller oder nicht dokumentierten Funktionen beruht», hießt es dort. Die Passage könnte sich aber auch auf den amerikanischen Huawei-Wettbewerber Cisco beziehen. An anderer Stelle wird insbesondere von der Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller gewarnt.

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Siam Fan 21/08/2019 04:46
Und wer BRAUCHT wirklich 5G?!
Hätte ich heute noch mein altes Excel, meine Office-Bildbearbeitung, könnte ich immer noch Berge versetzen, mit dem Internet sowieso. Ich brauche diese Hispeed bei der Datenübertragung nicht. Sowie ich das verstehe, ist und bleibt die Glasfaserleitung Übertragung unschlagbar. G5 braucht doch nur der Staat für den gläsernen Bürger. Und dabei gibt es immer noch keine Langzeituntersuchung, wie gesundheitsschädlich das ist und ich denke, es IST! Ich habe Zeit! Aber ALLE Industriestaaten nicht, weil sie eigentlich schon seit über 50Jahren nichts wirklich Neues zu bieten haben. Ladenhüter den Schwellen- und Entwicklungsländern verkaufen und den Industrieländern verkauft man das, was man schon vor Jahren hätte verkaufen können. Und warum? Wegen der "Eliten"-Schul"bildung"!? :-(((((