Steuergeschenke und Hilfe für Unternehmen

Das Parlament des britischen Schatzkanzlers Rishi Sunak. Foto: epa/Jessica Taylor
Das Parlament des britischen Schatzkanzlers Rishi Sunak. Foto: epa/Jessica Taylor

LONDON: Die Regierung in London will die britische Konjunktur mit einem Paket aus Steuergeschenken und Hilfen für Unternehmen im Wert von rund 30 Milliarden Pfund (rund 33,3 Mrd Euro) ankurbeln. Wie Schatzkanzler Rishi Sunak am Mittwoch im Parlament ankündigte, soll dazu unter anderem die Mehrwertsteuer in der Gastronomie und Tourismusbranche vorübergehend von 20 auf 5 Prozent gesenkt werden.

Gleichzeitig wird die Schwelle bei der Grunderwerbsteuer hinauf gesetzt, um den Immobilienmarkt wieder in Schwung zu bringen. Sie muss in den kommenden sechs Monaten erst ab einem Immobilienwert von einer halben Million Pfund gezahlt werden (rund 555.000 Euro).

Im Kampf gegen wachsende Arbeitslosigkeit sollen Unternehmen mit Geld unterstützt werden, wenn sie junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren einstellen oder ihre beurlaubten Mitarbeiter wieder zurückholen. Dafür stellt die Regierung zwei Milliarden Pfund bereit. Weitere drei Milliarden werden in Zuschüsse für die energetische Sanierung von Gebäuden gesteckt. «Unser Plan hat ein klares Ziel: Arbeitsplätze zu schützen, zu fördern und zu schaffen», sagte Sunak.

In Großbritannien hat die Corona-Krise in den ersten drei Monaten des Jahres die Wirtschaftsleistung drastisch einbrechen lassen. Im ersten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 2,2 Prozent geschrumpft, wie das nationale Statistikbüro ONS Ende Juni mitgeteilt hatte.

Premierminister Boris Johnson hatte bereits vergangene Woche Investitionen von umgerechnet rund 5,5 Milliarden Euro in den Bau und die Sanierung von Krankenhäusern, Straßen und Schulen angekündigt. Umgerechnet rund 13 Milliarden Euro sollen in den kommenden acht Jahren zudem in die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum fließen.

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