Behörden in englischen Küstenregionen warnen Ausflügler

​Bleibt weg! 

Foto: Pixabay/Christophe Schindler
Foto: Pixabay/Christophe Schindler

LONDON: Lokale Behörden in englischen Küstenregionen und anderen ländlichen Gebieten haben am Samstag Ausflügler aus Städten gebeten, wegzubleiben. «Überlegen Sie es sich gut», hieß es auf der Webseite des County Council Network (CCN), einem Zusammenschluss 36 ländlicher Bezirke. Die Menschen sollten am Wochenende besser in der Nähe ihrer Wohnorte bleiben, als längere Strecken für einen Ausflug zum Strand oder in den Naturpark zu fahren, so der Aufruf.

Seit vergangenem Mittwoch dürfen die Engländer wieder unbegrenzt ihre Häuser verlassen und auch für Tagesausflüge innerhalb des größten britischen Landesteils umherreisen. Doch das schürt Befürchtungen vor einer zweiten Welle an Coronavirus-Infektionen. Naturparks und Strände wurden im März, kurz vor Einführung der Ausgangsbeschränkungen in dem Land, geradezu überrannt. Das solle nun verhindert werden, hieß es auf der CCN-Webseite. Der Verband verweist auf jüngste Statistiken, wonach sich das Virus inzwischen schneller in ländlichen Regionen Englands ausbreitet aus als in den Städten. Die Metropolen waren bislang am schlimmsten von der Pandemie betroffen.

Großbritannien hat laut offiziellen Zahlen die meisten Todesopfer durch die Coronavirus-Pandemie in Europa zu beklagen. Etwa 34.000 nachweislich Infizierte sind dort bislang gestorben. Insgesamt werden sogar mehr als 40.000 Todesfälle mit der Lungenkrankheit Covid-19 in Verbindung gebracht.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte vergangene Woche eine teilweise Lockerung der Ausgangsbeschränkungen verkündet. Die Regionalregierungen in den kleineren Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland wollten sich dem aber noch nicht anschließen.

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