​Beerdigung von hingerichtetem Drogenschmuggler

Foto: epa/Dan Himbrechts
Foto: epa/Dan Himbrechts

SYDNEY/JAKARTA: Rund 1.500 Menschen haben dem unter weltweitem Protest in Indonesien hingerichteten Australier Andrew Chan am Freitag das letzte Geleit gegeben.

Der 31-Jährige war wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilt worden und Ende April mit sieben anderen Männern hingerichtet worden (DER FARANG berichtete). Der zweite Australier in der Gruppe, Myuran Sukumaran, sollte am Samstag beigesetzt werden.

Die Trauergemeinde sang in der Hillsong-Kirche in Sydney das Lied «Amazing Grace», das die zum Tode Verurteilten anstimmten, als die Erschießungskommandos ihre Waffen hoben. Das hatte der Geistliche David Soper berichtet, der bei der Hinrichtung anwesend war. Er leitete auch den Gottesdienst. Chan hatte den Drogenschmuggel nach anfänglichen Unschuldsbeteuerungen eingestanden. Er wandte sich im Gefängnis der Kirche zu und wurde zum Prediger ausgebildet.

Politiker und Menschenrechtler weltweit riefen Indonesien auf, die Todesstrafe für Drogenverbrechen abzuschaffen. Indonesien beharrt darauf, dass dies andere potenzielle Täter abschreckt.

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Peter Spranz 10/05/2015 13:33
Hallo Wie kaputt ist die Welt bzw die Menschen eigentlich! Da trauern Ca 1500 Menschen bzw viele mehr und beten noch öffentlich für die in Indonesien hingerichtete Verbrecher ! WER EIGENTLICH betet für die Menschen darunter viele Jugendlichen die durch dieses dreckzeug von Kokain zu grunde gehen bzw sterben ? Wäre das Kokain in Umlauf. gekommen hätten doch die Dealer bestimmt auch gebetet . Für das gute Geschäft was sie gemacht haben ! Also an alle die da haben für diese netten Menschen gebettet. Schaut euch erst mal die Opfer an. Bzw ich wünsche keinen ein solches Opfer in der family zu haben ! DENEN würde das Beten vergehen für diese Verbrecher in der Öffentlichkeit. Wenn sie mitansehen müssen wie ihr Kind an diesem Werkzeug stirbt. Diese Verbrecher sollten Gott dankbar sein das Sie einen schnellen Tod hatten. Dieses Glück haben die Menschen nicht wo an diesem Kokain sterben .
Hardy Kromarek 10/05/2015 08:40
Todesstrafe?!
Jemand wo in einem Land einreisen tut muss sich informieren über die Gesetze dieses Landes! Denn Er oder Sie reist ja freiwillig und ohne Zwang in dieses Land ein! Desweiteren muss man jedes Land seine Gesetze respektieren und akzeptieren! Wenn man in diesem Land noch Straftaten begehen tut, dann muss man auch mit den Konsequenzen daraus leben, bei Verhaftung und Verurteilung! Welche Strafen für gewisse Straftaten angebracht sind oder nicht ist hier völlig uninteressant! Die Todesstrafe - lebenslange - langjährige Haftstrafen sollten natürlich meiner Meinung ganz klar nur ausgesprochen werden, wenn die Straftat einwandfrei nachgewiesen worden sind! Hier bei diesen Fällen war das meiner Meinung nach den Medienberichten der Fall! Insoweit wie hart es auch klingen mag, war die Vollstreckung der Urteile vollkommen angebracht! Hätten die Herrschaften solche Drogenstraftaten in Deutschland - Österreich-Schweiz-Holland-Belgien-Frankreich-( Europa ) gemacht, wären Sie wohl komfortabel in hochmodernen Gefängnissen-Kliniken untergebracht worden und spätestens in ein paar Jahren dann wieder von Ihrer "Krankheit" als geheilt entlassen worden! Wieso haben Die sich dann eigentlich Indonesien für Ihre Straftaten ausgesucht?! Selber schuld! Drogenschmuggler-Händler sind auch indirekte Mörder! Ebenfalls auch alle Sittlichkeitsverbrecher! Insoweit ist auch sehr wohl in diesen Fällen die Todesstrafe gerechtfertigt! Wie gesagt nur bei eindeutiger Überführung! Welche Strafen im Endeffekt angebracht sind oder nicht, da wird es immer verschiedene Meinungen geben und Diskussionen auslösen! Im Endeffekt gibt es keine 100% gerechte Strafe, für die vielen, vielen Oper!!!! Wer denkt denn mal an diese " Verbrechensopfer "?! Nur immer an die " armen Schwerverbrecher "!!!
Dieter Strehlau 08/05/2015 13:31
Todesstrafe für Drogenschmuggel
Welchen Verbrecher soll die Todesstrafe abschrecken? Drogendealer bestimmt nicht, da wird viel zu viel Geld verdient! Mörder? hat auch keinen Erfolg, siehe Amerika. Kinderschänder hätten sie verdient, aber die meisten sind krank und brauchten Hilfe. Mit der Todesstrafe macht sich nur die Gesellschaft ein ruhiges Gewissen, über Alternativen nachzudenken, macht einmal Arbeit und fordert ein Mindestmaß an Intelligenz, aber das fehlt den meisten Regierungen.
Andreas Keasling 08/05/2015 12:57
Drogenverbrechen - Todesstrafe
sollte dann aber auch nur wirklich für Drogenbosse und kapitale Drogenverbrechen gelten. Wer mal mit 20g Marihuana zum Eigenverbrauch verwischt wird mit der Todesstrafe zu bedrohen oder lebenslanger Gefängnisstrafe halte ich für hirnrissig. Jede Flasche Schnaps und jede Marlboro ist schlimmer und wird weniger harf oder gar nicht bestraft. Da steht doch nichts in Relation zueinander.
Paul Rene Egger 08/05/2015 12:49
Todesstrafe für Drogenverbrechen
Indonesien beharrt darauf, dass dies andere potenzielle Täter abschreckt. Richtig so nur kann Ansatzweise dem Drogenverbrechen Einhalt geboten werden.