Reaktionen: «Fassungslos» über Anschläge

Foto: epa/M.a. Pushpa Kumara
Foto: epa/M.a. Pushpa Kumara

Außenminister Maas «fassungslos» über Anschläge

BERLIN (dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich bestürzt über die Serie von Angriffen auf Kirchen und Hotels mit mehr als 130 Toten in Sri Lanka geäußert und sie aufs Schärfste verurteilt.

«Die Nachrichten aus Sri Lanka machen fassungslos. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und hoffen mit den Verletzten», schrieb er am Sonntag auf Twitter. Am Osterfest so viel Hass zu erleben, schmerze. «Ostern ist ein Fest der Liebe, das uns lehrt: Hass unsererseits kann nie die Lösung sein.» Weiter erklärte der SPD-Politiker: «Diese niederträchtige Tat richtete sich offenbar gezielt gegen Menschen, die sich am Ostersonntag in der Kirchen dem Gebet und der Besinnung widmeten, sowie gegen Reisende. Nichts kann die gezielte Ermordung unschuldiger Menschen rechtfertigen.» Die deutsche Botschaft in Sri Lanka stehe mit den lokalen Behörden in Kontakt und bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob auch Deutsche betroffen sind. «Deutsche, die sich in Sri Lanka aufhalten, sollten sich von den Anschlagsorten fernhalten und den Anweisungen der Behörden Folge leisten», riet Maas. Das Auswärtige Amt richtete einen Krisenstab ein. Besorgte Angehörige können sich unter 030-50000 melden. Maas versicherte, Deutschland stehe Sri Lanka als Partner zur Seite.


«Dramatisch»: Papst beklagt «grausame Gewalt»

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat am Ostersonntag der Opfer der «schweren Attentate» in Sri Lanka gedacht.

Er habe die Nachricht über die Anschlagsserie «mit Trauer und Schmerz» vernommen, sagte der Pontifex vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. «Ich möchte der christlichen Gemeinschaft, die getroffen wurde, als sie im Gebet versammelt war, und allen Opfern von so grausamer Gewalt meine innige Nähe ausdrücken.» Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach von einem «dramatischen Ereignis».  Ostern ist das wichtigste Fest für Christen und eigentlich Anlass zur Freude. Bereits bei der Ostermesse am Morgen war der Pontifex aber mit sehr ernster Miene zu sehen.


UN-Generalsekretär verurteilt Anschläge in Sri Lanka

New York (dpa) - UN-Generalsekretär António Guterres hat bestürzt auf die Anschläge in Sri Lanka mit mehr als 200 Toten reagiert.

«Der Generalsekretär ist schockiert über die terroristischen Attacken auf Kirchen und Hotels an Ostersonntag, einem heiligen Tag für Christen überall auf der Welt», erklärte ein Sprecher am Sonntag in New York. Guterres verurteilte die Anschläge scharf und sprach den Familien der Opfer, dem Volk und der Regierung von Sri Lanka sein Mitgefühl aus. Er hoffe, dass die Verantwortlichen schnell zur Rechenschaft gezogen werden, hieß es weiter.


Trump spricht Menschen in Sri Lanka Mitgefühl aus

West Palm Beach (dpa) - Nach der schweren Anschlagserie auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka hat US-Präsident Donald Trump den Menschen des Inselstaats sein Mitgefühl ausgesprochen.

Er bot in einer Nachricht auf Twitter zugleich die Unterstützung der USA an. «Wir stehen bereit, um zu helfen», schrieb der US-Präsident am Sonntag. Er sprach von «schrecklichen Terrorattacken».  


Frankreichs Präsident Macron verurteilt Anschläge

Teheran (dpa) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Anschläge auf mehrere Luxushotels und christliche Kirchen in Sri Lanka «aufs Schärfste» verurteilt.

«Tiefe Trauer nach den Terroranschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka», schrieb Macron am Sonntag auf Twitter. Es handele sich um «abscheuliche Taten». Er sprach den Menschen in Sri Lanka seine Solidarität aus. Die Gedanken seien an diesem Ostertag bei allen Angehörigen der Opfer.


Außenamt aktualisiert Reisehinweis

BERLIN (dpa) - Nach der Serie von Angriffen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für den südasiatischen Inselstaat aktualisiert.

«Reisende werden gebeten, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten», schrieb das Ministerium in Berlin am Sonntag. Die Lage sei unübersichtlich. «Mit weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen wie Absperrungen, aber auch Einschränkungen im Flugverkehr und verstärkten Kontrollen vor dem Betreten des Flughafengebäudes und dem Abflug ist zu rechnen.» Militär und Polizei seien sichtbar präsent.


Merkel zu Sri Lanka: Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen

BERLIN (dpa) - Nach den Anschlägen mit mindestens 185 Toten und mehr als 450 Verletzten auf Sri Lanka hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Präsidenten des Landes, Maithripala Sirisena, ihre Anteilnahme bekundet.

Mit Trauer und Entsetzen habe sie von den schweren Anschlägen erfahren, heißt es in einem Kondolenzschreiben vom Ostersonntag. «Es ist schockierend, dass Menschen, die sich versammelt hatten, um gemeinsam das Osterfest zu begehen, ein bewusstes Ziel dieser hinterhältigen Angriffe waren», schrieb die Kanzlerin. «In dieser schweren Stunde trauern wir mit den Hinterbliebenen und beten für die schnelle Genesung der Verletzten. Religiöser Hass und Intoleranz, die sich heute auf so schreckliche Weise manifestiert haben, dürfen nicht siegen.»


Bundespräsident entsetzt über «feige Terroranschläge»

BERLIN (dpa) - Nach der Serie von Angriffen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier tief betroffen gezeigt.

«Fassungslos und voller Entsetzen verfolge ich die schrecklichen Nachrichten über die feigen Terroranschläge in Sri Lanka, bei denen so viele unschuldige Menschen den Tod fanden und viele mehr verletzt wurden», erklärte er am Ostersonntag in Berlin. «Besonders niederträchtig ist, dass zahlreiche friedlich Betende in Gotteshäusern am Ostersonntag Ziel dieser hinterhältigen Angriffe wurden.» Deutschland stehe an der Seite des Landes «in der Entschlossenheit, dem menschenverachtenden Terror entgegenzutreten». Den Verletzten wünschte Steinmeier Kraft und schnelle Genesung. «Meine Gedanken sind auch bei den Hinterbliebenen und Freunden der Opfer und den Helfern vor Ort.»


Juncker entsetzt über Anschläge

Brüssel (dpa) - EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat bestürzt auf die Serie von Anschlägen in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten reagiert.

Mit Entsetzen und Trauer habe er von der Tat erfahren. «Ich spreche den Familien der Opfer, die sich zu einem friedlichen Gottesdienst versammelt hatten oder kamen, um dieses wunderschöne Land zu besuchen, mein Beileid aus», schrieb Juncker am Sonntag auf Twitter. «Wir sind bereit zu helfen.»


Schuldige müssen bestraft werden

MOSKAU (dpa) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Anschläge auf christliche Kirchen und Hotels in Sri Lanka scharf verurteilt.

«Das ist ein grausames und zynisches Verbrechen inmitten der Osterfeiertage», hieß es in einem Schreiben des Kremlchefs an den Präsidenten von Sri Lanka. «Ich gehe davon aus, dass Täter und Auftraggeber eine verdiente Strafe bekommen.» Russland stehe im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite von Sri Lanka. Das Land trauere mit der Bevölkerung von Sri Lanka, gleichzeitig hoffe Putin auf eine schnelle Genesung der Verletzten. Der russische Außenpolitiker Leonid Sluzki betonte der Agentur Interfax zufolge, dass Terroristen nur gemeinsam erfolgreich bekämpft werden könnten. «Wenn es eine solche Anfrage an Russland gibt, wird die russische Seite sicherlich alle notwendige Unterstützung bei der Suche nach den Verbrechern geben und den Opfern helfen», schrieb der Vorsitzende des Außenausschusses im russischen Parlament.


Regierungschefin May verurteilt «entsetzliche» Anschläge

LONDON/COLOMBO (dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May hat die Serie von Anschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka als «entsetzlich» bezeichnet.

«Wir müssen zusammenhalten und sicherstellen, dass niemand seinen Glauben in Furcht praktizieren muss», teilte May am Sonntag in London mit.


Israels Staatspräsident verurteilt Angriffe

JERUSALEM (dpa) - Israels Staatspräsident hat die Angriffe auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 130 Toten als «abscheuliches Verbrechen» verurteilt.

Sie hätten auch jenen gegolten, die am Ostersonntag beteten, schrieb Reuven Rivlin auf Twitter. «Wir sind alle Kinder Gottes; eine Attacke auf eine Religion ist eine Attacke auf uns alle.» Das israelische Außenministerium teilte mit, bislang gebe es keine Informationen zu israelischen Opfern bei den Attacken.


«Angriff auf die gesamte Menschheit»

ISTANBUL (dpa) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka scharf verurteilt.

«Das ist ein Angriff auf die gesamte Menschheit», schrieb Erdogan am Sonntag auf Twitter. Im Namen der Türkei spreche er den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und wünsche den Verletzten schnelle Genesung. Außenminister Mevlüt Cavusoglu schrieb auf Twitter, was auch immer die Motivation sei, der «niederträchtige Anschlag» in Sri Lanka sei «feige, barbarisch und kaltblütig», genau so wie der Mitte März im neuseeländischen Christchurch verübte Angriff auf Moscheen. «Terror hat keine Religion, keine Nation, keine Geografie.»


Afghanischer Präsident Ghani: «Dunkler Tag»

KABUL (dpa) - Afghanistans Präsident Aschraf Ghani hat die Anschläge auf mehrere christliche Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten scharf verurteilt.

Angriffe auf Gottesdienstbesucher seien schrecklich, schrieb Ghani am Ostersonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Sein Land stehe «an diesem dunklen Tag» in Solidarität an der Seite Sri Lankas. Den Opfern sowie den Angehörigen, die an diesem heiligen Fest ihre Lieben verloren hätten, sprach er seine tiefe Anteilnahme aus.


Iran verurteilt Anschläge

Teheran (dpa) - Der Iran hat die Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mindestens 185 Toten verurteilt.

«Wir verurteilen diese boshaften Terroranschläge auf Betende in Colombo aufs Schärfste,» schrieb Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Sonntag auf seiner Twitter-Seite. Teheran sei in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und spreche der Regierung sowie dem Volk in Sri Lanka sein tiefstes Beileid aus, so der Sprecher.

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Jürgen Franke 22/04/2019 14:34
Terroranschläge dieser Größenordnung
wird von einem Personenkreis ausgeübt, der ganz gezielt aufgehetzt wird, um für Unruhe zu sorgen. Wer jetzt als Verursacher für diese Tat infrage kommt, muß sogfältig ermittelt werden, denn die Vermutungen gehen sowieso nur in eine Richtung.
Wilfried Stevens 22/04/2019 14:20
Johann Riedlberger - Selbstmordattentäter
Schau ja kaum deutsche Nachrichten... aber die Behörden gaben bekannt, das die überlebenden Augenzeugen von 2 Selbstmordattentäter sprachen...also "mutmaßlich" (deutsches Mediengebräu) fanatische religiöse Gründe...indische Sicherheitskräfte äußerten sogar ein "mutmaßliches" gezieltes "9/11" um den Bürgerkrieg wieder zu entfachen, der nun auch die Minderheit der Christen betreffen könnte. in ein paar Tagen wissen wir mehr...etwa 40 ausländische Gäste unter den Opfern, derzeit...
Hans-Dieter Volkmann 22/04/2019 14:00
Johann Riedlberger 22.04.19 11:45
Ja Herr Riedlberger, Sie haben etwas übersehen. Im Fernsehen wurde mitgeteilt das die bisherigen Ermittlungen noch keine Rückschlüsse über Hintergründe bzw. Urheber zulassen.
Johann Riedlberger 22/04/2019 11:45
Habe ich etwas übersehen?
Ich zähle hier 4 Artikel zu diesem Thema, doch in keinem wird irgendwas zu den Hintergründen oder Urhebern gesagt.