Albon hat einen Podiumsplatz im Visier

Der 23-jährige Thai-Brite fährt in der Formel 1 mit thailändischer Lizenz

Alexander Albon Ansusinha fährt für Red Bull Racing mit thailändischer Lizenz.
Alexander Albon Ansusinha fährt für Red Bull Racing mit thailändischer Lizenz.

THAILAND: In seiner ersten Saison in der Formel 1 hätte Alexander Albon beim vorletzten Rennen in Brasilien fast auf dem Podium gestanden. Ein von Weltmeister Lewis Hamilton verursachter Crash schickte den Engländer mit thailändischen Wurzeln zurück auf den 14. Platz.

In der vorletzten Runde platzten Albons Träume vom ersten Formel-1-Podestplatz. Auf Rang zwei liegend wehrte er sich gegen Angriffe von Hamilton. Der Mercedes und der Red Bull berührten sich, wodurch Albon sich drehte und zurückfiel. Hamilton nahm die Schuld für die Kollision nach dem Rennen auf sich, während Albon seinem Ärger im Boxenfunk freien Lauf ließ.

Der Rookie hat im Vorjahr einen brillanten Auftritt geliefert, bei 21 Rennen 92 Punkte geholt und sich den achten Rang in der Fahrerwertung gesichert. Wohlgemerkt: In seinem ersten Formel-1-Jahr. Das Red-Bull-Team und die Fans sind sich sicher: Albon wird in diesem Jahr weitere Chancen auf einen Podiumsplatz haben. Auch Hamilton hält große Stücke auf den Thai-Briten. Schon vor dessen Vertragsverlängerung bei Red Bull lobte der Mercedes-Fahrer das Talent des 23-Jährigen.

Alexander Albon Ansusinha ist der Sohn des britischen Automobilrennfahrers Nigel Albon. Er besitzt sowohl die britische als auch die thailändische Staatsbürgerschaft, da seine Mutter Thailänderin ist. Im Rennsport tritt er mit thailändischer Lizenz an.

Albon begann seine Karriere mit Go-Kart-Rennen. Er war zwischen 2006 und 2010 erfolgreich im Kartsport, einschließlich der Titel bei der Super-1-Honda-Nationalmeis­terschaft 2006 (Cadet-Klasse), der Super-1-Honda-Nationalmeisterschaft 2009 (KF3-Klasse) und der Europameisterschaft 2010 (KF3-Klasse). Nachdem er 2012 Teil des Red Bull Junior Teams geworden war, wurde er bei EPIC Racing in der Rennserie Eurocup Formel Renault 2.0 2012 in Form eines Sitzes zum Open-Wheel-Fahrer befördert und belegte in seinem Debütjahr den 38. von 49 Plätzen. Er blieb zwei weitere Saisons in der Formel Renault 2.0, nachdem er sich einen Platz bei KTR gesichert hatte. 2013 wurde er 16. und 2014 Dritter.

2015 wechselte Albon auf die europäische Formel 3 und belegte den siebten Gesamt­rang. Ein Jahr später wurde er von der ART neben Charles Leclerc (heute Scuderia Ferrari in der Formel 1) für die GP3-Serie verpflichtet und wurde Zweiter in der Meisterschaft. Im Jahr 2017 erhielt er erneut einen Platz bei ART, fuhr um die FIA-Formel-2-Meisterschaft und belegte den zehnten Platz. Ein Jahr später schloss er die FIA-Formel-2-Meisterschaft als Dritter ab. Nach seinem Formel-1-Debüt 2019 mit Toro Rosso ersetzte Red Bull Racing am 12. August Pierre Gasly durch Alexander Albon.

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Ingo Kerp 20/01/2020 13:22
Ein sehr talentierter junger F1-Fahrer, der sicherlich bald auf dem Podium steht. Ihm ist viel Erfolg zu wünschen.