Afrika-Kommando könnte auch in die USA verlegt werden

Vom Abzug betroffene US-Stützpunkte Foto: dpa/Redaktion
Vom Abzug betroffene US-Stützpunkte Foto: dpa/Redaktion

STUTTGART: Für die geplante Verlegung der Afrika-Kommandozentrale der US-Streitkräfte in der deutschen Stadt Stuttgart werden auch Standorte in den USA geprüft.

«Das Kommando wird sich zuerst Optionen anderswo in Europa anschauen, wird aber auch Optionen in den USA in Erwägung ziehen», heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Kommandos. Kommandeur Stephen Townsend machte zudem klar, dass der Entscheidungsprozess «mehrere Monate» dauern werde.

US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte am Mittwoch angekündigt, dass rund 12.000 der insgesamt 36.000 US-Soldaten aus Deutschland abgezogen werden sollen - mehr als die Hälfte sollen in die USA zurückkehren, 5600 sollen in Europa bleiben. Unter anderem sollen die in Stuttgart befindlichen Kommandozentralen für Afrika und Europa verlegt werden.

Für das Europa-Kommando Eucom gibt es bereits einen neuen Standort: Mons in Belgien, wo auch eines der beiden militärischen Nato-Hauptquartiere angesiedelt ist. Für das Afrika-Kommando Africom waren bisher Standorte in Italien und Spanien im Gespräch.

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TheO Swisshai 07/08/2020 07:07
Was hat D militärisch mit Afrika zu tun ?
AFRICOM ist das Oberkommando über US-amerikanische Militäroperationen auf dem afrikanischen Kontinent. Was hat das in Deutschland zu suchen ? Die USA hat in mindestens 6 afrikanischen Staaten ihre eigenen Militärbasen. Wenn es schon um Operationen in Afrika geht, sollen die Truppen auch dort stationiert werden. Wieso wird Deutschland da hereingezogen und damit zum Ziel von Anschlägen gemacht ?