50 Jahre «Stonewall»

Ausstellungen in New Yorker Museum

Foto: Christina Horsten/Dpa
Foto: Christina Horsten/Dpa

NEW YORK (dpa) - Rund ein halbes Jahrhundert nach den Unruhen an der legendären Bar «Stonewall Inn» dokumentiert ein New Yorker Museum den damit verbundenen Beginn der Emanzipationsbewegung von Schwulen und Lesben.

Rund ein halbes Jahrhundert nach den Unruhen an der legendären Bar «Stonewall Inn» dokumentiert ein New Yorker Museum den damit verbundenen Beginn der Emanzipationsbewegung von Schwulen und Lesben. In mehreren Ausstellungen und Installationen mit mehr als 180 Objekten widmet sich die New-York Historical Society direkt am Central Park in Manhattan ab Freitag der Geschichte des Kampfs für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern (LGBT). Es geht um die Institutionen, Bars und Menschen wie den Künstler Keith Haring, die sich in New York an der Bewegung beteiligten.

Im «Stonewall Inn» in der New Yorker Christopher Street war es nach einer Polizeirazzia 1969 zum Aufstand von Homosexuellen gekommen. Damals wehrten sich Schwule und Lesben erstmals gegen willkürliche Kontrollen und Schikanen. Sie errichteten Straßensperren, bewarfen Polizisten mit Gegenständen und skandierten «Gay Power». Die Unruhen um die Szene-Bar gelten als Initialzündung der internationalen Emanzipationsbewegung von Schwulen und Lesben. 2016 wurde das «Stonewall Inn» zum Nationaldenkmal erklärt.

Heute erinnert der jährliche Christopher Street Day (CSD) an die Vorfälle. Er steht weltweit für das Selbstbewusstsein Homosexueller und ihren Widerstand gegen Diskriminierung. Auch in Deutschland wird der Tag mit Paraden, Straßenfesten und Demonstrationen gefeiert.

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