Suchtrupps ins Katastrophengebiet geflogen

​Zyklon 

Auswirkungen von Sturzfluten in Ost-Flores, Indonesien. Foto: epa/Basarnas/handout
Auswirkungen von Sturzfluten in Ost-Flores, Indonesien. Foto: epa/Basarnas/handout

JAKARTA: Nach den verheerenden Sturzfluten und Erdrutschen auf verschiedenen Inseln in Ostindonesien suchen Einsatzkräfte weiter nach Dutzenden Vermissten. Suchtrupps und Helfer würden am Mittwoch auch von anderen Inseln wie Sulawesi, Bali und Flores mit Fracht-Maschinen in die betroffene Region geflogen, sagte der Sprecher der Nationalen Katastrophenschutzbehörde, Raditya Djati.

Fast 130 Menschen waren am Wochenende ums Leben gekommen, nachdem der Zyklon «Seroja» die Provinz Ost-Nusa-Tenggara - die auch als östliche Kleine Sunda-Inseln bekannt ist - heimgesucht hatte. 74 weitere werden den Behörden zufolge immer noch vermisst.

«Polizisten und Soldaten werden sich ebenfalls an der Suche beteiligen», betonte Djati. Bereits am Dienstag hatten sechs Hubschrauber Hilfsgüter über Gebiete abgeworfen, die wegen der Schlamm- und Wassermassen nicht mehr über Land erreichbar sind.

Besonders schlimm betroffen waren die Inseln Adonara, Lembata und Alor. Vielerorts bot sich ein Bild totaler Verwüstung. Auf Lembata war am Wochenende eine Schlammlawine vom Vulkan Lewotolo abgegangen. Ströme aus Schlamm und Schutt verschütteten Gebäude und Menschen. Auch in der angrenzenden Inselrepublik Osttimor starben durch die Unwetter mehr als zwei Dutzend Menschen, Tausende wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Besonders in der Regenzeit zwischen Oktober und April kommt es in Indonesien immer wieder zu tödlichen Naturkatastrophen. Das südostasiatische Land, der größte Inselstaat der Welt, liegt auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde.

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