Zwei Tote bei Grubenunglück

Ein Krankenwagen verlässt das Kohlebergwerk Myslowice-Wesola in Myslowice. Foto: epa/Kasia Zaremba
Ein Krankenwagen verlässt das Kohlebergwerk Myslowice-Wesola in Myslowice. Foto: epa/Kasia Zaremba

WARSCHAU: In Polen sind in einem Bergwerk mehrere Menschen verschüttet worden. Zwei Bergleute sind gestorben. Ein weiterer wird noch vermisst.

Bei einem Grubenunglück in Polen sind zwei Bergleute gestorben. Nach einem weiteren verschütteten Bergmann werde noch gesucht, teilte der Bergwerksbetreiber PGG am Dienstag mit. Ursache des Unglücks in der Kohlegrube im schlesischen Myslowice-Wesola war demnach ein sogenannter Gebirgsschlag, der sich in den frühen Morgenstunden in 870 Meter Tiefe ereignete. Zu diesem Zeitpunkt waren 15 Bergleute vor Ort. Elf von ihnen konnten abgezogen werden, vier wurden zunächst vermisst.

Am Dienstagvormittag gelang es den Rettungstrupps, einen verletzten Bergmann zu bergen. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Wenig später stießen die Retter auf zwei weitere Bergleute. Ein Arzt stellte ihren Tod fest. Der vierte Bergmann befinde sich vermutlich unweit der Stelle, an der die Bergetrupps die anderen drei gefunden hatten, sagte ein Sprecher des Grubenbetreibers. Zu dem Mann gebe es aber keinen Kontakt.

Als Gebirgsschläge werden plötzlich auftretende Bewegungen und Einstürze in Gesteinshohlräumen bezeichnet, die nicht auf tektonisch ausgelöste Erdbeben zurückgehen. Häufige Ursache sind Sprengungen im Bergbau. Da sich Gebirgsschläge schwer vorhersagen lassen, sind sie ein großes Sicherheitsrisiko für Bergleute und Menschen, die in Bergbaugebieten leben.

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