Zverev gegen ausgeruhten Ruud

«Muss bestes Tennis spielen»

Der deutsche Alexander Zverev (R) schüttelt dem Australier Alex de Minaur die Hand. Foto: epa/Caroline Blumberg
Der deutsche Alexander Zverev (R) schüttelt dem Australier Alex de Minaur die Hand. Foto: epa/Caroline Blumberg

PARIS: Nach dem erfolgreichen, aber wenig glanzvollen Viertelfinalsieg schaut der deutsche Tennisstar schon auf das nächste Match. Er will in Paris endlich ins Finale. In einem TV-Interview ist er genervt.

Im Vergleich zu seinen zwei Fünf-Satz-Krimis zuvor war der Viertelfinalsieg bei den French Open für Alexander Zverev eine Wohltat. «Es war sehr wichtig, mal wieder in drei Sätzen zu gewinnen und nicht viereinhalb Stunden zu spielen. Auch mit Blick auf das Halbfinale ist es einfach besser, dass ich auch physisch bei hundert Prozent bin», sagte der deutsche Tennisstar nach dem 6:4, 7:6 (7:5), 6:4 gegen den australischen Außenseiter Alex De Minaur am Mittwochabend.

Sein Halbfinalgegner Casper Ruud wird am Freitag dennoch deutlich ausgeruhter auf dem Court Philippe Chatrier aufschlagen. Der Norweger, der von der verletzungsbedingten Viertelfinal-Absage des Titelverteidigers Novak Djokovic profitierte, hat drei Tage spielfrei. Zverev glaubt dennoch nicht, dass er deswegen zwingend Nachteile haben werde: «Physisch fühle ich mich gut. Ich habe keine Sorgen im Körper. Ich hoffe, dass es auch dabei bleibt und ich ein gutes Match zeigen kann.»

Zverev, der zum vierten Mal in Serie im Halbfinale des Grand-Slam-Turniers auf Sand steht, das Finale aber bislang immer verpasst hat, meinte mit Blick auf das Duell mit Taktiker Ruud: «Ich denke, ich muss mein bestes Tennis spielen, um eine Chance zu haben.»

Beim Thema Ruud hatte Zverev zuvor im Eurosport-Interview den Reporter förmlich auflaufen lassen. Warum das Halbfinale gegen den Norweger anders als im Vorjahr diesmal nicht in drei Sätzen verloren gehen werde, wurde der Hamburger gefragt. «Ich weiß nicht, ob es ein anderes Ergebnis wird. Wir sehen das am Freitag», antwortete Zverev sichtlich genervt. Auf die Nachfrage, wie er das Match denn einschätze, sagte er: «Das waren drei Fragen.» Dann brach er das Interview ab.

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