Zentralbank stemmt sich gegen Aufwertung des Baht

Foto: epa/Udo Weitz
Foto: epa/Udo Weitz

BANGKOK: Die Zentralbank will sich kurz- und langfristig mit zusätzlichen Maßnahmen gegen eine verstärkende Baht-Währung stemmen.

Der Geldpolitische Ausschuss (MPC) der Bank of Thailand (BoT) hat sich besorgt über die rasche Aufwertung des Baht geäußert, da dies die fragile wirtschaftliche Erholung beeinträchtigt. „Die BoT verfügt über mehrere Instrumente zur Verwaltung des Baht. Wir werden zusätzliche gezielte Maßnahmen erwägen und kontinuierlich umsetzen, um den Wechselkurs sowohl kurz- als auch langfristig zu steuern", sagte MPC-Sekretär Titanun Mallikamas.

Die Zentralbank hat die Wechselkursbewegungen, die die steigenden internationalen Reserven widerspiegeln, weiterhin gesteuert. Die Währungsreserven Thailands beliefen sich am 6. November auf 252 Milliarden US-Dollar (7,7 Billionen Baht), gegenüber 249 Milliarden US-Dollar am 30. Oktober.

Die US-Präsidentschaftswahlen und die Fortschritte bei der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs haben eine Risikostimmung ausgelöst und in der Folge ausländische Kapitalzuflüsse angezogen, die in Schwellenländer auf der ganzen Welt strömten. Diese Entwicklungen haben zu einer Aufwertung des Baht geführt. Seit der letzten MPC-Sitzung am 23. September hat der Baht gegenüber dem Dollar um 4,3 Prozent zugelegt. Nach der indonesischen Rupiah (5,3%) und dem koreanischen Won (5,2%) steht die Aufwertung der Landeswährung an dritter Stelle.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.