Zeitungen zum Geschehen am Samstag

Foto: Pixabay/Gerd Altmann
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«de Volkskrant»: Europa könnte mehr für die Ukraine tun

AMSTERDAM: Zum Krieg in der Ukraine meint die niederländische Zeitung «de Volkskrant» am Samstag:

«Es wäre möglich, Russland in der Ukraine militärisch in die Enge zu treiben; entsprechende Vorschläge sind hinlänglich bekannt. Schon heute könnten die europäischen Länder viel mehr tun, wenn sie nur wollten - dass sie es nicht tun, ist eine Schande. (.)

Nicht die Stärke Russlands, sondern unsere Schwäche ist die Hauptgefahr - und dafür könnte die Ukraine vor allem in diesem Jahr einen hohen menschlichen Preis zahlen. (...) Es ist noch nicht zu spät - aber sind wir uns des Ausmaßes der historischen Herausforderung bewusst, vor der außer der Ukraine alle freiheitsliebenden Länder Europas stehen?»


«NZZ»: Ein Reifezeugnis für die private Raumfahrt

ZÜRICH: Erstmals ist einer kommerziellen Mission die Landung auf dem Mond geglückt. Dazu meint die «Neue Zürcher Zeitung» am Samstag:

«Für die private Raumfahrt ist das ein Reifezeugnis. Bisher endeten die Ambitionen von privaten Raumfahrtunternehmen im erdnahen Weltraum. Nun rücken auch der Mond und andere Destinationen in Reichweite. Die Saat, die Pioniere wie Elon Musk oder Jeff Bezos vor zehn Jahren gelegt haben, scheint aufzugehen.

Das ist ein ermutigendes Signal. Denn eine Besiedelung des Mondes und Flüge zum Mars können nur gelingen, wenn staatliche Raumfahrtbehörden und private Raumfahrtindustrie zusammenarbeiten. Sonst wachsen die Kosten ins Astronomische.

Was (dem US-Unternehmen) Intuitive Machines gelungen ist, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. In den letzten Jahren sind mehrere Sonden von privaten Firmen auf dem Mond zerschellt. Die sanfte Landung jetzt ist nicht nur für Intuitive Machines ein riesiger Erfolg. Auch die Nasa darf sich in dem Kurs bestätigt fühlen, den sie 2018 unter ihrem damaligen Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen eingeschlagen hat.»


«Der Standard»: Schwere Schlappe für Sebastian Kurz

WIEN: Zur achtmonatigen Bewährungsstrafe für Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz wegen Falschaussage vor einem U-Ausschuss schreibt die Wiener Zeitung «Der Standard»:

«Nun hat der Strafrichter also geurteilt. Sebastian Kurz, einst jüngster Bundeskanzler der Republik Österreich, hat gelogen. Er sei schuldig, im parlamentarischen Untersuchungsausschuss, dem wichtigsten parlamentarischen Instrument zur Kontrolle der Regierung, falsch ausgesagt und seine Rolle bei der Besetzung des Aufsichtsrats in der Verstaatlichten heruntergespielt zu haben. Kurz' Kernaussage, wonach er bei diesen Bestellungen in der türkis-blauen Ära nur involviert im Sinne von informiert gewesen sei, war laut dem - wohlgemerkt: nicht rechtskräftigen - Urteil falsch. Und auch, wenn Kurz in anderen Anklagepunkten; etwa Aussagen über eine Vereinbarung mit der FPÖ oder die Vorstandsbestellung in der Öbag - freigesprochen wurde: sein Rückweg in die Politik scheint nun versperrt zu sein.»

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Leserkommentare

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