Zehn Wochen Krieg in der Ukraine

Ein Soldat der Miliz der Volksrepublik Donezk steht an einem Kontrollpunkt in Mariupol, einem Gebiet unter der Regierung der Volksrepublik Donezk im Osten der Ukraine. Foto: Alexei Alexandrov
Ein Soldat der Miliz der Volksrepublik Donezk steht an einem Kontrollpunkt in Mariupol, einem Gebiet unter der Regierung der Volksrepublik Donezk im Osten der Ukraine. Foto: Alexei Alexandrov

MOSKAU/KIEW/BERLIN: Ein Öl-Embargo der EU soll helfen, Russlands Krieg in der Ukraine zu beenden. Mehr als 5,6 Millionen Menschen haben das Land verlassen.

Zehn Wochen dauert Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick:

24. Februar: Russland greift die ehemalige Sowjetrepublik an. Nato und EU verurteilen das Vorgehen scharf.

26. Februar: Deutschland entscheidet, Waffen aus Beständen der Bundeswehr an die Ukraine zu liefern. Russische Geldhäuser sollen aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift ausgeschlossen werden.

27. Februar: Russlands Präsident Wladimir Putin versetzt die Abschreckungswaffen der Atommacht in Bereitschaft.

28. Februar: Moskau und Kiew verhandeln erstmals seit Beginn des Krieges miteinander.

2. März: Die UN-Vollversammlung verurteilt die russische Invasion mit historisch großer Mehrheit.

4. März: Ein Feuer an Europas größtem Atomkraftwerk nahe Saporischschja schürt Ängste vor einer nuklearen Katastrophe.

8. März: Tausende Zivilisten werden aus der umkämpften Stadt Sumy im Nordosten gerettet. Die USA verbieten den Import von Öl aus Russland.

14. März: Eine TV-Mitarbeiterin protestiert im russischen Staatsfernsehen gegen den Krieg.

16. März: Der Internationale Gerichtshof in Den Haag ordnet das sofortige Ende der russischen Gewalt in der Ukraine an.

17. März: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht in einer Videobotschaft vor dem Bundestag.

24. März: Die Nato beschließt eine massive Aufrüstung und aktiviert die Abwehr chemischer, biologischer und atomarer Bedrohungen.

26. März: Bei einer Rede in Warschau nennt US-Präsident Joe Biden Putin einen «Diktator» und stellt dessen Herrschaft infrage. Später dementiert er, einen Machtwechsel gefordert zu haben.

1. April: Um ihre russischen Gaslieferungen zu begleichen, müssen westliche Staaten künftig ein Konto bei der russischen Gazprombank haben. Sie können aber weiter in Euro und Dollar zahlen.

2. April: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben wieder volle militärische Kontrolle über die Region um Kiew. Moskau verstärkt die Angriffe im Osten und Süden des Landes.

3. April: Gräueltaten an der Zivilbevölkerung in der Kiewer Vorstadt Butscha sorgen für Entsetzen. Die Ukraine zählt 410 Leichen.

8. April: Bei einem Raketenangriff auf den Bahnhof in Kramatorsk sterben mehr als 50 Menschen.

13. April: Biden wirft Russland Völkermord in der Ukraine vor.

15. April: Russland bestätigt den Untergang des Raketenkreuzers «Moskwa». Die Ukraine behauptet, das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte versenkt zu haben - Moskau bestreitet das.

16. April: Nach Angaben Selenskyjs wurden in den ersten sieben Wochen Krieg bis zu 3000 ukrainische Soldaten getötet.

20. April: Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine überschreitet die Marke von fünf Millionen.

21. April: Im Osten der Ukraine hat die russische Armee den Großteil der Region Luhansk mittlerweile unter Kontrolle.

27. April: Russland stoppt Erdgas-Lieferung nach Polen und Bulgarien.

28. April: Der Bundestag gibt grünes Licht für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine.

1. Mai: Ein Bus-Konvoi bringt über 100 Zivilisten aus dem von russischen Soldaten belagerten Stahlwerk Asovstal in Mariupol.

2. Mai: Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgt mit einem Nazi-Vergleich vor allem in Israel für Empörung.

3. Mai: Russische Truppen beginen nach ukrainischen Angaben mit der Erstürmung des belagerten Stahlwerks Azovstal. CDU-Chef Friedrich Merz zeigt sich in der Ukraine erschüttert über die Kriegsfolgen.

4. Mai: Die EU-Kommission schlägt ein Öl-Embargo vor, um den Druck auf Moskau zu erhöhen. Mehr als 5,6 Millionen Menschen sind mittlerweile aus der Ukraine geflohen.

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