Yasothon als grüne Vorzeigestadt

Mönche bei morgendlichen Almosengang in der Altstadt von Yasothon. Foto: The Nation
Mönche bei morgendlichen Almosengang in der Altstadt von Yasothon. Foto: The Nation


YASOTHON: Yasothon, eine kleine 22.000 Einwohner zählende Provinzhauptstadt im thailändischen Nordosten, geht mit gutem Beispiel voran und zeigt anderen Städten des Landes auf, wie man die CO2-Bilanz verbessern und Müll reduzieren kann.

Der praktizierte Handlungsplan zielt darauf ab, Abfälle zu reduzieren und zu recyclen, die Energieeffizienz der Kommunen zu verbessern und umweltfreundliche Verkehrsmittel zu fördern. Das übergeordnete Ziel besteht darin, die CO2-Emissionen auf Gemeinschaftsebene bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu senken, bezogen auf das Niveau von 2013.

Erste Ergebnisse liegen bereits vor: Laut Gemeindedaten wurden im vergangenen Jahr die Treibhausgasemissionen um 23,9 Prozent oder 5.731 Tonnen Kohlendioxidäquivalent (Co2e) gesenkt, womit sogar das für das Jahr 2020 anvisierte Ziel übertroffen wurde. Für die Optimierung der Abfallwirtschaft wurden Anlagen zur Klassifizierung verschiedener Müllarten geschaffen sowie zur Aufarbeitung organischer Abfälle zu Düngemittel. Allein durch das Recyclingprogramm konnten die Emissionen um 8.545 Tonen gesenkt werden. Der Wert entspricht einem Emissionskredit in Höhe von 2,7 Millionen Baht, mit dem die Stadt mit Unterstützung eines deutschen Fonds handeln will. Im Rahmen des Emissionsrechtehandels kann eine Stadt wie Yasothon, die weniger als ihre festgelegte Obergrenze ausgibt, ungenutzte Kredite an andere Städte verkaufen, die ihr Limit überschreiten.

Auch die Bevölkerung profitiert von dem Projekt, in dem sie recyclebare Abfälle verkauft. Zu den weiteren Maßnahmen zählen der Einsatz von energiesparenden LED-Leuchtmitteln in Gebäuden von Behörden und Straßenlaternen. Bereits zwei Supermärkte und drei Schulen sind diesem Beispiel gefolgt und es wird erwartet, dass Privathaushalte nachziehen werden. Neben dem Plan, ein Straßenbahnnetz aufzubauen, wird die Bevölkerung animiert, das Privatfahrzeug stehen zu lassen und auf das Fahrrad umzusteigen.

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Leserkommentare

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Siam Fan 03.12.18 20:04
Emissionsrechtehandel, ....
Die hatten ja schon mal eine eigene Währung, was aber die BoT Gott sei Dank schon nach einem Monat unterband. Ich weiß nicht, wer hier zuständig ist, aber das sollte umgehend "geprüft" werden. Wenn die Khmer da am MaeNamChi gelebt haben, gibt es da sicher ein Bewässerungs- System, das man wieder aktivieren und ausbauen kann. Wenn man dann Millionen Bäume (zB Kakao) anpflanzen, hat es sicher auch keine CO2-Probleme mehr.