WWF: Illegaler Handel mit Schuppentieren floriert weiter

Foto: epa/Mak Remissa
Foto: epa/Mak Remissa

BERLIN (dpa) - Das Fleisch gilt als Spezialität und die Körperbedeckung ist in der traditionellen chinesischen Medizin gefragt: Schuppentiere bleiben laut der Umweltstiftung WWF das meistgeschmuggelte Säugetier der Erde.

130 Tonnen Schuppen seien weltweit in den vergangenen beiden Jahren beschlagnahmt worden, teilte der WWF am Freitag mit. Tausende der auch Pangolin genannten Tiere hätten dafür ihr Leben lassen müssen. Auch wenn die Abnehmer vor allem in Asien und Afrika zu finden seien, fliege der illegale Handel wiederholt auch beim Transit in Deutschland auf.

Schuppentiere wurden zuletzt als mögliche Überträger des Virus Sars-CoV-2 in China ins Spiel gebracht. Der Berliner Virologe Christian Drosten sagte dazu am Donnerstag: «Ich halte das für biologisch nicht sehr sinnvoll.» Da bestimmte Fledermausarten ökologisches Reservoir von Coronaviren seien, kämen vielmehr fleischfressende Tiere als Zwischenwirte in Frage. Pangoline ernähren sich hingegen von Ameisen und Termiten.

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Jurgen Steinhoff 16.02.20 20:28
Fast genauso niedlich wie ein Panda
Schade, hätte das arme Tier einen Pelz statt Schuppen, wäre es sicher ein begehrtes Haustier. Es ist komisch wie wir unter Haustieren unterscheiden, die wir verhätscheln und viel Liebe geben - und Nutztiere, die wir herzlos danach bewerten, wieviel kg Fleisch sie abgeben. Dabei spielt der Umgang mit den Nutztieren keine Rolle, auch nicht die Art und Weise wie sie geschlachtet werden - nur der Preis der "Ware"