Wucherpreise für Wein auf Phuket

Ein Leser berichtet über gestiegene Weinpreise auf Phuket:

Hallo FARANG-Team, ich habe eine wichtige Frage. In den letzten Wochen ist der Preis für eine Flasche Wein bei 7-Eleven, FamilyMart, Tesco Lotus, Makro etc. in Phuket um 100 Baht gestiegen. Mont Clair kostete zuvor 299 Baht und jetzt 399 Baht. Das ist ein Preisanstieg von über 33 Prozent! Ich weiß, dass die Steuer auf alkoholhaltige Getränke erhöht wurde, doch nicht um 33 Prozent. Ich habe mich bei Freunden auf Koh Samui und in Bangkok erkundigt. Dort ist der Wein immer noch zum alten Preis von 299 Baht erhältlich. Was also ist hier auf Phuket passiert? Vor zwei oder drei Monaten hatte ich bereits bemerkt, dass alle Regale bei Tesco Lotus und Makro leer waren. Man konnte fast keine einzige Flasche Wein mehr erhalten. Besonders der Wein in Kartons war vergriffen. Danach wurden die Regale wieder gefüllt zum Wucherpreis. Ein weiteres Beispiel: Vor zwei Monaten bekam ich noch einen der letzten Kartons Mont Clair (5 Liter) für 1.250 Baht bei Tops. Jetzt sind nur noch 3-Liter-Kartons für 999 Baht erhältlich. das bedeutet, vorher hat 1 Liter 250 Baht gekostet und jetzt 333 Baht, das sind 83 Baht mehr! Ich möchte wirklich gerne wissen, was passiert ist hier in Phuket? Ist das gesetzeskonform? Kann Phuket seine eigenen Preise festlegen?

Dirk

Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!


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Leserkommentare

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Kurt Wurst 08.06.18 13:38
Wucher bedeutet auch,
die Notlage des Abnehmers auszunutzen. Wenn ich Wein trinken MUSS, habe ich ein anderes Problem als den Preis.
Dracomir Pires 28.05.18 09:12
Ich kenne keinen einzigen Thai ...
… der Wein trinkt oder Käse sowie Schokolade isst. Die Horror-Preise für diese drei Produkte n Thailand sind also nur eines: Abzocke der Farangs.
Dieter Schell-Zahn 28.05.18 08:04
Das Wort Wucherpreise ist angemessen.
Das ist leider kein Problem von Phuket, denn in Pattaya ist es nicht anders. Noch vor wenigen Monaten lag der Preis fuer einen 5 Liter Karton Mont Clair aus Afrika im Durchschnitt bei 980 Bath in fast allen Supermaerkten. Das waren dann 200 Bath fuer 1 Liter Landwein. Jetzt kostet der gleiche Wein in allen Supermaerkten im 3 Liter Karton 1198 Bath. Das sind also 400 Bath fuer einen Liter und somit eine Preissteigerung von 100 %. Die Thais werden den Rotwein ohnehin nicht kaufen, wenn nicht ein wandelnder Farang Geldautomat in der Familie vorhanden ist.Das ist gnadenlose Abzocke der westlichen Touristen, welches sich schon in kuerze bitter raechen wird. Mit solchen Methoden braucht Thailand keine Werbung fuer preisguenstigen Thailand-Urlaub in westlichen Laendern machen, der wer einmal hier war, dem wird die Lust auf Thailand schnell vergehen.
Rudolf Lippert 27.05.18 22:51
Marcel Edouard Petter
Klar gilt der neue preis für jeden. Ich kenne allerdings keinen Thai der von sich aus Wein trinkt, ausser der farang bezahlt. Gut, da kennen sie eine Szene zu der ich nicht so den Zugang habe. Protektionismus ist nicht gang und gäbe global gesehen, der Freihandel ist enorm gewachsen. Nur eben gibt es Nischen und klauseln, die Protektionismus möglich machen - oder manche Staaten sind einfach so frei. Ihr Beispiel ist schlecht gewählt, da insbesondere die EU wesentlich höhere Importzölle auf amerikanische kfz erhebt als umgekehrt und zudem dem agrarprotektionismus extrem schwer anheim gefallen ist (h.w. Sinn - ex präsident des ifo instituts spricht dies und noch mehr offen aus). By the way: bei dem alu Schiessen sich die amis ins eigene Knie schaut man sich mal an was mengenmäßig und qualitativ von den USA importiert wird, und von wo vor allem, war das keine gute Trump Idee.
Marcel Edouard Petter 27.05.18 19:09
Michael Ritsche
Sie haben vollkommen recht, aber die Preiserhöhungen auf ausländischem Wein sind wohl nicht auf die Marktwirtschaft zurückzuführen. Der Weinpreis von thailändischen Produzenten liegt sehr hoch, unter 800 Baht findet man kaum etwas. Ich würde das als Proktetionismus bezeichnen. Dies ist jedoch gang und gäbe in der heutigen "globalen Weltwirtschaft". Neuestes Beispiel sind ja die von den USA erhobenen Zölle auf ausländische Stahl- und Aluminiumprodukte.