WHO: Jedes Jahr über 22.000 Tote auf Thailands Straßen

Foto: Thaivisa
Foto: Thaivisa

BANGKOK: Ein neuer Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund von Zahlenmaterial aus dem Jahr 2016 zeichnet ein düsteres Bild von der Verkehrssicherheit in Thailand und setzt das Königreich bei der Sterblichkeit im Straßenverkehr auf Platz 6 der Länderliste.

Die Sterblichkeitsrate betrug pro 100.000 Einwohner in Thailand 32,7. Damit sind die Straßen des Königreichs die tödlichste in Südostasien Die Länder mit der höchsten Sterblichkeit im Straßenverkehr pro 100.000 Einwohner sind Liberia, St. Lucia, Burundi und Simbabwe. Nach dem Bericht der WHO, der mit Daten aus dem Jahr 2016 aus 175 Ländern zusammengestellt wurde, werden durchschnittlich 22.491 Menschen pro Jahr auf thailändischen Straßen getötet.

Die Region Afrika hat mit 26,6 die meisten Todesfälle pro 100.000, in Südostasien sind es 20,7 und in Europa 9,3. Weltweit hat sich die Situation hinsichtlich der Todesfälle im Straßenverkehr verschlechtert, alle 24 Sekunden kommt jemand bei einem Verkehrsunfall ums Leben. 1,25 Millionen Menschen sterben jedes Jahr bei Verkehrsunfällen, sie sind die Haupttodesursache bei Kindern und Menschen zwischen 5 und 29 Jahren. "Diese Todesfälle sind ein inakzeptabler Preis für die Mobilität", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Die von der WHO geschätzte Todesrate im Straßenverkehr pro 100.000 Einwohner: 1. Liberia - 35.9, 2. St. Lucia - 35.4, 3. Burundi und Simbabwe - 34,7, 4. Demokratische Republik Kongo und Venezuela - 33.7, 5. Zentralafrikanische Republik - 33.6, 6. 6. Thailand - 32,7. Beim letzten Bericht der WHO lag Thailand hinter Liberia an zweiter Stelle.

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Leserkommentare

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Siam Fan 10.12.18 10:44
Danke für die Info! :-)
Es ist aber wie ich sage, in beiden Quellen, gibt es keine Ausführung zu dem hier benutzten "Durchschnittswert". In der Nation wurden folgende Daten zu den Verkehrstoten veröffentlicht: 2014= 4.310, 2015=11.385, 2016=9.815 , 2017=15.453, 2018(bis5.11.)=13.111 (hochgerechnet=15.487). Zu diesem "hoch und runter" gab es aber keine Erläuterung. Früher wurden wohl die Toten sehr unvollständig erfasst und Ausländer überhaupt nicht. Auch die, nach dem Unfall im KH verstorbenen, wurden gar nicht berücksichtigt. Da werden aber heute wohl in TH, alle die in den nächsten 365 Tagen versterben erfaßt, bei der EU nur 30 Tage und bei der WHO nur 3Tage. Warum sich TH da selbst ein Bein stellt, kann ich nicht nachvollziehen. Ansonsten werden von der Nation die Verletzten dargestellt, wo ein ständiger Anstieg zu sehen ist. DAS ist aber weltweit so und hängt mit der steigenden Zahl der Zulassungen zusammen. TH hat im Verhältnis sehr viele Zulassungen und da noch eine großeDunkelziffer. Wer hier tatsächlich lebt, konnte in den letzten Jahren überall sehr viele GegenMaßnahmen feststellen. So erhalten alle Schulkinder eine Theorieverkehrsausbildung, die ist vom Feinsten. Und die berichtigen Eltern, Großeltern und Verwandte. Die praktische Ausbildung nach Sektion 57 ist durchaus mit den Lernfahrten vieler europäischer Länder zu vergleichen. Siehe A=L17 + CH= Lernfahrerausweis. In TH gibt es nicht genügend geeignete Fahrlehrer, wie in vielen anderen Ländern auch!
Oliver Harms 09.12.18 19:13
alle paar monate wieder neue zahlen
mal platz 2 dann platz 1 und nun platz 6. im umkehrschluss bedeutet es also,dass der durch die regierung ergriffene und durch die polizei überwachte massnahmenplan gegriffen hat und thailand sich massiv innerhalb nicht mal eines jahres verbessern konnte.aber leider ist es ja nun mal so,dass alles was mit UN und WHO zutun hat angezweifelt werden muß,da es zum hauptsächlich auf lügen zur befriedigung der profite für die wirtschaft aufgebaut wurde und ist.
Jürgen Franke 09.12.18 15:02
Wichtig ist vor allen Dingen, dass
die Besucher von Thailand, bereits bei ihrer Einreise auf die Gefährlichkeit des Straßenverkehrs hingewiesen werden.
Ingo Kerp 09.12.18 14:58
Traurig, aber es dürfte wohl keinen überraschen.
Mike Dong 09.12.18 14:57
@SiamFan
Kann über Bangkokpost vom 07.12.18 gefunden werden. https://www.who.int/violence_injury_prevention/road_safety_status/2018/en/