Werbespruch von Post-Tochter: Sexismus-Vorwurf

Foto: Twitter/@postfinance
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BERN (dpa) - Ein Reklame-Zettel mit einem sexistischen Spruch hat bei der Schweizer Post am Montag für Wirbel gesorgt. Die überwiegend weiblichen Angestellten sollten die Reklame für die Post-Tochter PostFinance mit dem Spruch «Ein Lächeln genügt, um mich anzumachen» an Kunden verteilen.

Mitarbeiterinnen schalteten die Gewerkschaft syndicom ein, die sich über die sexistische Werbung empörte. «Der Spruch sollte eigentlich ein Relikt aus früheren Zeiten sein. Solch ein sexistischer Werbesatz hat im 21. Jahrhundert nichts zu suchen», teilte sie mit und verlangte ein Ende der Verteilaktion. Die Post reagierte postwendend: «Wir verurteilen jede Form von Sexismus» hieß es dort. Sie habe Verständnis, dass Mitarbeiterinnen sich unwohl gefühlt hätten. Die Verteilaktion sei gestoppt worden.

PostFinance hält aber bis auf weiteres an ihrem Werbespruch fest. Die Zettel liegen in den Schalterhallen der Post weiter aus.

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Hermann Hunn 08.11.19 21:30
Es ist ja nicht so, ...
... dass nur der weibliche Teil der Menschheit „angemacht“ werden kann. Solche Sprüche sind einfach unter der Gürtellinie und zeugen von einem IQ, der von einem Wasserfloh mühelos überboten wird. Dabei spielt es keine Rolle, welchem Jahrhundert man solche pränatale Äusserungen zuordnet.