Wenn der Berg die «Tatort»-Ermittler ruft

20. Mai

der am Pfingstmontag den 20.05.2024 im Ersten ausgestrahlt wird. Foto: Christian Koch/Swr/dpa
der am Pfingstmontag den 20.05.2024 im Ersten ausgestrahlt wird. Foto: Christian Koch/Swr/dpa

FREIBURG: Sie sieht aus, als würde sie schlafen: Doch die Frau liegt in einem Kofferraum und ist tot. Es ist die Leiche einer 36-Jährigen, die die Freiburger «Tatort»-Ermittler Franziska Tobler und Friedemann Berg in einem Auto finden. Das Duo ermittelt am Pfingstmontag im Ersten (20.15 Uhr) in der Folge «Letzter Ausflug Schauinsland».

Wer auf Fernsehbilder à la Bergdoktor hofft, wird von dieser «Tatort»-Folge enttäuscht. Denn das Opfer ist eine forensische Gutachterin, die Handlung spielt überwiegend in einer geschlossenen Psychiatrie und nicht zwischen Bäumen und auf Wiesen an dem 1284 Meter hohen Schauinsland, Freiburgs Schwarzwaldberg.

Das Opfer wurde betäubt und erdrosselt. Der Kreis der Verdächtigen ist groß und wächst im Verlauf der Folge weiter an. Klassisch gerät zunächst der Ehemann ins Visier der Ermittler. Die beiden Psychologen hatten eine offene Ehe. Das Opfer - Dr. Lisa Schieblon - soll mehrere Affären gehabt haben. Wenn sie mal ein paar Nächte nicht nach Hause gekommen sei, habe er nicht viele Fragen gestellt, berichtet der Ehemann.

DNA-Spuren rücken die Arbeit der Gutachterin in den Mittelpunkt. In einer forensischen Klinik kümmerte sie sich um ein neues Gutachten für einen Gewalttäter mit Persönlichkeitsstörung, der dadurch vielleicht wieder freikommt. Hansi Pagel sitzt seit drei Jahren, weil er auf seine Frau und Kinder losgegangen ist. Ist er auch für den Tod der Gutachterin verantwortlich?

Als ihn das Ermittler-Duo mit diesem Vorwurf konfrontiert, ist der Egozentriker außer sich und muss nach der Vernehmung fixiert werden. Sein psychisch labiler Zimmergenosse leidet unter seine Abwesenheit, weil er damit seine einzige Stütze verliert. Auch er hätte ein Motiv für die Tat - Hansis Freilassung würde ihn womöglich in ein emotionales Ungleichgewicht stürzen.

Doch alle Indizien deuten auf den Patienten des Opfers, der am Tattag auch Ausgang hatte und mit seinem Bezugspfleger bei einer Wanderung auf dem Schauinsland war. Dabei traf er auch die Gutachterin, wie sich später herausstellt. Die beiden fuhren gemeinsam weg. Wohin erfahren die Zuschauer erst später.

«Sie hat sich schon sehr für ihn eingesetzt», sagt Oberärztin Gisela Tausendleben, die neben ihrem Chef - Dr. Thorsten Günnewig - die Klinik leitet. Und damit erweitert sie den Kreis der Verdächtigen.

Denn die Ehefrau von Hansi und ihr Sohn wollen auf gar keinen Fall, dass der gewalttätige Vater auf freien Fuß kommt. Und dafür scheint ihnen jedes Mittel Recht zu sein («Wir ziehen das durch. Hast du verstanden?»).

Während die Ermittler versuchen aus dem Geflecht rund um die Psychologin schlau zu werden, landet ihr Hauptverdächtiger in der Notaufnahme - vermutlich wegen der Wechselwirkung mehrerer Medikamente. War es ein Suizid-Versuch? Oder ein Mordanschlag? «Ich hoffe, dass er verreckt», sagt der Sohn.

Der Medikamenten-Missbrauch in der Klinik sorgt für eine Durchsuchung in den Räumen. Berg (Hans-Jochen Wagner) und Tobler (Eva Löbau) stoßen auf neue Beweise, die so einige Thesen zunichtemachen - und den Verdacht in ganz neue Richtungen lenken.

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