Weniger Zehn-Millionen-«Tatorte»

Foto: epa/Paul Zinken
Foto: epa/Paul Zinken

BERLIN (dpa) - Die Zahl der «Tatort»-Folgen mit mehr als zehn Millionen Zuschauern bei der TV-Ausstrahlung ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Während 2018 bis zur Sommerpause neun Krimis die Zehn-Millionen-Marke knackten, waren es dieses Jahr bislang nur drei.

Dazu gehörte natürlich das beliebteste Team aus Münster mit seinem Fall «Spieglein, Spieglein» am 17. März und 14,06 Millionen Zuschauern, außerdem zwei Fälle im Januar, der Kölner «Weiter, immer weiter» (10,6 Millionen) und der Wiener «Wahre Lügen» (10,5 Millionen). Im Jahr 2018 hatten neben Münster, Köln und Österreich auch Krimis aus Ludwigshafen, Dresden, Berlin, Kiel und Bremen die sogenannte Quotenkönigsklasse von über zehn Millionen erreicht.

Allerdings gab es dieses Jahr zehn weitere Filme, die über neun Millionen Zuschauern bei der Erstausstrahlung im Fernsehen lagen, also zwischen neun und zehn Millionen Zuschauer hatten. Das waren 2018 lediglich vier Filme bis zur Sommerpause.

Insgesamt befindet sich die Quotenerhebung der Fernsehsender zurzeit im Umbruch. Die Sender wollen mit Hilfe ihrer Gesellschaft AGF zunehmend auch die Videoabrufe aus den Mediatheken registrieren, die dann erst nach einigen Wochen feststehen.

Erste Zahlen aus der ARD-Medienforschung zeigen beim «Tatort» schon für dieses Jahr, dass dann einige Sonntagskrimis nach einigen Wochen durchaus auf deutlich mehr Zuschauer und auch über zehn Millionen kommen.

So hatte der Dresdner Serienmörder-Fall «Das Nest» vom 28. April letzten Endes sogar 10,04 Millionen Zuschauer und auch der Kölner Krimi «Bombengeschäft» vom 31. März dann sogar 10,13 Millionen.

Am Sonntag (16.6.) beginnt die diesjährige Sommerpause beim «Tatort», der Schweizer Fall «Ausgezählt» markiert das Ende der Saison.

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