Wehrpflichtiger wacht aus dem Koma nicht auf

Mit dieser berührenden Aufnahme gab die Witwe den Tod ihres Manes auf Facebook bekannt. Foto: The Thaiger / Facebook/Rejecttime Yok
Mit dieser berührenden Aufnahme gab die Witwe den Tod ihres Manes auf Facebook bekannt. Foto: The Thaiger / Facebook/Rejecttime Yok

LOPBURI: Ein 22-jähriger Wehrpflichtiger ist seinen Verletzungen erlegen, die ihm Mitte August drei ältere Soldaten im Armeecamp Lopburi zugefügt hatten.

Seine schwangere Frau hat am Freitag den Tod auf ihrer Facebook-Seite bestätigt. Es beinhaltete ein Foto von ihrer Hand, die die ihres Mannes im Krankenhausbett hält. Die Bildunterschrift lautet: „Ich weiß, dass du sehr müde bist und bis zum Ende ums Überleben gekämpft hast. Ruhe in Frieden.“

Laut Oberstleutnant Monchai Yimyoo, Kommandant des 31. Infanterieregiments, und Armeechef General Chalermchai Sitthisart war der Wehrpflichtige bei einem Streit mit drei Soldaten verletzt worden. Gegen die drei und den damaligen Vorgesetzten läuft ein Disziplinarverfahren. Die Familie hatte bei der Polizei in Lopburi Anzeige wegen Körperverletzung eingereicht. Jetzt wird sie wohl in fahrlässiger Tötung umgewandelt.

Der Vater eines Kleinkindes wurde im Mai 2017 eingezogen. Er wurde in der Nacht des 21. August von Armeeoffizieren, die behaupteten, der Wehrpflichtige habe einen akuten Herzstillstand von „einer unbekannten Ursache“ erlitten, ins Krankenhaus gebracht. Dort lag er auf der Intensivstation im Koma. Sein Zustand verschlechterte sich Anfang dieses Monats, als sein Gehirn anschwoll und er Infektionen in der Lunge und im Blut bekam.

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Leserkommentare

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Siam Fan 16.09.18 16:48
Ausserdem gäbe es mehr Wehrgerechtigkeit
Danke Herr Harms, bei mir liegt das jetzt fast 35 Jahre zurück. Das wird aber mehr Wehrgerechtigkeit bringen!
Oliver Harms 15.09.18 15:43
glauben heisst nicht wissen siam fan!!
natürlich wurden väter und verheiratete zum grundwehrdienst eingezogen. sie väter konnten sich für eine zu bestimmende zeit zurück setzen lassen. es gab dann eine höhere besoldung,da diese grundwehrdienst leistenden ein anspruch auf trennungszulage hatten wenn sie ausserhalb des einzugsbereiches (ergo heimat naher standort)ihren grundwehrdienst ableisten durften.die bundeswehr hat je nach einkommen der ehefrau ganz oder zum teil die mietkosten,versicherungen usw für die familie des wehrpflichtigen getragen.nur für fälle die in die härtefallregellung gehörten gab es ausnahmen,wie z.b. erleinerzieher.
Siam Fan 15.09.18 13:29
Wieso werden Väter eingezogen?
Soweit ich mich erinnere, war das beim Bund nicht so. Ich glaube, es reichte sogar, wenn man(n) verheiratet war. In Bezug auf einen gewünschten Babyboom, könnten das zwei Fliegen mit einer Klappe werden. Für die Mutter mein aufrichtiges Beileid. Auf die Versorgung der Mutter und die Ausbildung des Kindes gehe ich hier nicht ein! So was muß verhindert werden, schrieb ich bei den letzten Fällen! Dienstaufsicht muß 24/7 sichergestellt sein, auch ganz OBEN!