Das bringt die Fußball-Woche

Bayern' s Kingsley Coman (L) in Aktion gegen Augsburg' s Kevin Danso (R). Foto: epa/Andreas Schaad
Bayern' s Kingsley Coman (L) in Aktion gegen Augsburg' s Kevin Danso (R). Foto: epa/Andreas Schaad

BERLIN: Die neue Fußball-Saison beginnt, die 2. Liga startet am Freitag mit einem hochkarätigen Duell. Die 3. Liga muss um ihren geplanten Auftakt noch bangen. Im Fokus steht aber auch ein Duell zwischen Deutschland und Brasilien - bei Olympia.

Es geht wieder los: Knapp zwei Wochen nach dem Ende der Fußball-EM wird in der 2. Bundesliga von diesem Freitag an wieder um Punkte gespielt - und zwar vor Zuschauern. Ob die 3. Liga dann ebenfalls wie geplant beginnen kann, ist coronabedingt noch offen. Der Blick geht zuvor allerdings noch Richtung Japan, dort startet die deutsche Olympia-Auswahl noch vor der Eröffnungsfeier ins Turnier.

OLYMPIA: Schwerer könnte der Start für die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz nicht sein: Direkt zum Auftakt der Gruppenphase geht es am Donnerstag gegen Mitfavorit Brasilien. Im Finale von Rio vor fünf Jahren hatten die Südamerikaner das Duell um Gold noch im Elfmeterschießen für sich entschieden. Angesichts der weiteren Aufgaben in der Vorrunde gegen Saudi-Arabien am Sonntag und die Elfenbeinküste drei Tage später ist der Einzug ins Viertelfinale allerdings Pflicht.

2. BUNDESLIGA: Geballte Tradition direkt zum Auftakt in der 2. Fußball-Bundesliga: In Bundesliga-Absteiger FC Schalke 04 und dem Hamburger SV spielen zwei ehemalige Europapokalsieger gegeneinander, die unbedingt zurück in die Bundesliga möchten. Zusätzlich pikant: Schalkes neuer Torjäger Simon Terodde, der sich in der Vorbereitung mit acht Treffern empfahl, trifft gleich auf seinen ehemaligen Club.

3. LIGA: Ob die Auftaktpartie des MSV Duisburg am nächsten Freitag beim VfL Osnabrück stattfinden kann, entscheidet sich frühestens Montag. Nachdem drei Spieler der Duisburger am vergangenen Donnerstag positiv getestet wurden, ist das Mannschaftstraining ausgesetzt. Die drei Spieler befinden sich Quarantäne. Nach dem Ergebnis der nächsten PCR-Testreihe entscheidet das Gesundheitsamt, ob die Vorbereitungen für den Ligastart wie geplant fortgeführt werden können.

DFB-SITZUNG: Frühes Aus bei der EM, Zuschauerrückkehr für Profis und auch für die Amateure, dazu die Spekulationen über eine Partnerschaft mit Qatar Airways: dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gehen die heiklen und brisanten Angelegenheiten nicht aus. Am Freitag kommt das Präsidium zusammen, um sich über akute Themen auszutauschen. Offen ist noch immer, wer nach der Interimslösung Rainer Koch und Peter Peters dauerhaft die Nachfolge des zurückgetretenen Präsidenten Fritz Keller übernehmen soll.

ZUSCHAUER: Mehr als die Hälfte der Deutschen ist der Meinung, dass die Regelung mit bis zu 25.000 Zuschauern in der Fußball-Bundesliga zu weit geht. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur meinten 36 Prozent, dass angesichts der Coronavirus-Pandemie weniger Zuschauer zugelassen werden sollten. 19 Prozent sind gar der Ansicht, dass die Stadien auch in der neuen Saison völlig leer bleiben sollten. Lediglich zwölf Prozent der Bundesbürger finden, dass die Fußball-Stadien in der neuen Spielzeit noch mehr ausgelastet sein sollten. Sechs Prozent wünschen sich sogar bis auf den letzten Platz gefüllte Arenen.

TICKETS FÜR DIE KÖNIGSKLASSE: Bis in die Gruppenphase der Champions League ist es noch ein weiter Weg, aber einige Clubs mit großem Namen müssen schon in den Hinspielen der zweiten Qualifikationsrunde am Dienstag und Mittwoch antreten. So empfängt die PSV Eindhoven mit Trainer Roger Schmidt und Mario Götze Galatasaray Istanbul. Auch Celtic Glasgow und Roter Stern Belgrad sind gefordert. Bereits am Montag wird die dritte Runde ausgelost, danach folgen bis Ende August noch die Playoffs, deren Sieger in die Gruppenphase einziehen.

TESTSPIELE: Fast 20 Testspiele stehen in dieser Woche auf dem Programm. Höhepunkte sind dabei das Duell des VfB Stuttgart gegen den FC Liverpool (Dienstag), aber nur über 30 Minuten. Am Mittwoch spielt der FC Augsburg gegen Paris Saint-Germain. Am Freitag trifft unter anderem der FSV Mainz 05 auf Jürgen Klopps Liverpool, RB Leipzig auf HSC Montpellier, Bayer Leverkusen auf den SC Freiburg und Stuttgart auf Arminia Bielefeld. Am Samstag ist Hochbetrieb auf den Fußballplätzen: Besonderes Augenmerk gilt dabei den Partien FC Bayern München - Ajax Amsterdam, Borussia Dortmund - Athletic Bilbao, VfL Wolfsburg - AS Monaco mit dem früheren Bayern-Coach Niko Kovac und Borussia Mönchengladbach - FC Metz.


Wechselwilliger Danso nimmt Augsburger Trainingsangebot nicht wahr

AUGSBURG: Der wechselwillige Fußball-Profi Kevin Danso hat laut Club-Angaben ein Trainingsangebot des Bundesligisten FC Augsburg ausgeschlagen. «Wir haben ihm für Samstag ein Training in Augsburg organisiert, aber Kevin hat sich krankgemeldet», sagte Geschäftsführer Stefan Reuter dem «Kicker» (Montag). Man stehe im Austausch mit Dansos Bruder und Berater Emmanuel, für die nächsten Tage sei ein Gespräch geplant.

«Es muss sich zeigen, ob es eine gemeinsame sportliche Zukunft gibt oder ob wir mit einem anderen Verein eine sinnvolle Lösung finden. Wenn das nicht gelingt, ist die einzige Möglichkeit, den Spieler an seine Pflichten zu erinnern», sagte Reuter.

Offenbar will sich der 22 Jahre alte Österreicher zu einem anderen Verein streiken. Der RC Lens in Frankreich hat bereits ein Angebot abgegeben, das aber zu niedrig sei, wie Reuter bereits betonte. Das Angebot sei aber nur über den Berater übermittelt worden, vom Verein selbst habe sich keiner gemeldet, sagte Reuter am Sonntag. Der FCA will im Falle eines Wechsels eine adäquate Ablöse für den bis zum 30. Juni 2024 gebundenen Verteidiger.

Durch die Ausfälle von Felix Uduokhai (Olympia-Teilnahme) und Reece Oxford (Meniskusoperation) muss der FC Augsburg im Abwehrzentrum einen Engpass auffangen. Danso sieht langfristig offenbar bessere Perspektiven in einem anderen Club.

Reuter ist von Dansos Verhalten «unglaublich enttäuscht». Insgesamt stört ihn das Vorgehen wechselwilliger Spieler: «Es ist eine Unsitte, dass Verträge für Vereine bindend sind, aber wenn ein Spieler eine andere Idee hat, dann interessiert ihn sein Vertrag nicht mehr.»

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