Washington erhöht Strafzölle auf EU-Flugzeugimporte auf 15 Prozent

Foto: Twitter/@biedexcom
Foto: Twitter/@biedexcom

WASHINGTON (dpa) - Im Streit um rechtswidrige EU-Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus erhöht Washington die Strafzölle auf EU-Flugzeugimporte von 10 auf 15 Prozent.

Die Maßnahme trete am 18. März in Kraft, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer am Freitagabend mit. Washington hatte Ende vergangenen Jahres von der Welthandelsorganisation WTO das Recht bekommen, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben.

Die EU ihrerseits wartet auf eine Entscheidung der WTO zu unerlaubten Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing. Ein Schlichter soll in den kommenden Monaten die Höhe erlaubter EU-Vergeltungszölle festlegen. Die EU rechnet mit Milliardensummen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
mar rio 16.02.20 18:33
Strafzölle
was ist das für ein Unwort. Jede Art Zollgebühr ist eine "Strafe" für Hersteller, Händler, Verbraucher, denn sie zahlen drauf. Das Geld kassiert der Staat und gibt es aus, z.B. für Sozialleistungen oder schnöden Mamon. Mit Zöllen schützen Staaten Ihre eigene Wirtschaft und/oder versuchen damit die Politik anderer Staaten zu beeinflussen. Das ist also genauso wenig Strafe wie die Verstimmungen zwischen China und USA einen HandelsKRIEG darstellen. Aber Medien brauchen so etwas anscheinend.