Was, ist das nun schon wieder drei Jahre her?

Jetzt, wo der Regen da ist, wird wohl schon bald wieder über ihn gemeckert

Sie sind nicht nur schön, sie riechen auch besonders gut: Die Blüten des Kanonenkugel-Baums aus Südamerika. Fotos: hf
Sie sind nicht nur schön, sie riechen auch besonders gut: Die Blüten des Kanonenkugel-Baums aus Südamerika. Fotos: hf

Unglaublich, wie die Zeit vergeht! Sie rast förmlich. Vor drei Jahren haben wir unsere ersten Gänse bekommen, so lange ist das nun tatsächlich schon her!

Die Blüten der Malabar-Kastanien sind ganz toll.
Die Blüten der Malabar-Kastanien sind ganz toll.

Sie sind mitunter laut und vorlaut, aber ich möchte meine Gänse trotzdem nicht mehr missen. Die Haltung ist nicht völlig ohne Probleme, aber wir haben aus unseren Anfängerfehlern gelernt. Am Anfang haben wir viele Jungtiere verloren, aber das haben wir nun im Griff. Kürzlich hat der Waran eine unserer Toulouse Gänse – eine besonders große Züchtung aus Frankreich – geschnappt, die gebrütet hat. Wir werden die relativ schutzlosen brütenden Gänse nun noch konsequenter einsperren.

Richtige Ernährung ist ganz wichtig

Bis vor kurzem haben wir unsere Gänse mit einem Mix aus Reis und Mais gefüttert, plus Gras und Bananenblätter. Das Ergebnis hat nicht überzeugt. Dann haben wir industriell gefertigtes Entenfutter versucht, das vor allem aus Soja hergestellt wird, und jetzt wachsen sie – vor allem der Toulouse Nachwuchs –  schneller als junge Hunde.

Elefantenohr-Feigen produzieren riesige Blätter.
Elefantenohr-Feigen produzieren riesige Blätter.

Futter (Dünger) ist auch für die Pflanzen sehr wichtig. Wir verwenden neben wenig Kunstdünger viel Kuhmist. Mulch hielt die Feuchtigkeit während der Trockenzeit zurück, das hat auch geholfen. Und nun hat ja die Regenzeit endgültig begonnen, die meisten Leute freuen sich darüber, vor allem über die spürbare Abkühlung. Doch man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass bald schon das Gemecker über den Dauerregen losgehen wird, verbunden mit Klagen über die Flügel, die die fliegenden Ameisen etwa hinterlassen etc., etc…

Seit etwas mehr als drei Jahre haben wir die aus Samen gezogenen Malabar-Kastanien (Pachira aquatica) vor dem Haus. Sie sind in dieser kurzen Zeit enorm gewachsen, schon ziemlich stattliche Bäume geworden. Sie lieben den Regen (aquatica!) und blühen danach wie wild und sehr attraktiv. Nüsse hatten wir allerdings noch nie, auch nicht von den viel älteren Exemplaren im Garten. Die meisten Quellen sagen, die Nüsse seien essbar, andere meinen, der Verzehr der Nüsse führe zu Nierenversagen… Wir werden die Nüsse dann wohl eher wieder aussäen.

Die Baobabs bilden nun Blätter aus

Die Riesenseerosen sind nun also auch wieder da.
Die Riesenseerosen sind nun also auch wieder da.

Die Baobabs sind während der Trockenzeit wahre Überlebenskünstler, werfen einfach die Blätter ab, gehen sozusagen in die innere Emigration. Doch nun bilden sie auch wieder Blätter aus, und vielleicht fangen die ältesten Exemplare auch mal zu blühen an, ich wäre nicht dagegen.

Mehrmals im Jahr werfen die Kanonenkugel-Bäume (Couroupita guianensis) ihre Blätter allesamt ab und produzieren dann umgehend neue. Das passiert eben gerade wieder, ich erschrecke fast nicht mehr. Dasselbe machen die Elefantenohr-Feigen (Ficus auriculata), die riesige Früchte produzieren. Sie sollen essbar sein, meine blieben bisher aber immer steinhart.

Mit dem frischen Regen füllen sich auch die Kanäle und Weiher wieder mit Wasser. Die Trockenzeit haben wir gerade noch genutzt, um die mit Beton gefüllten Ringe entlang eines Kanals (sie dienen bei Überschwemmungen als Gehweg) zu verstärken. Ohne Verstärkung wären sie bei einer der nächsten Überschwemmungen abgerutscht.

Und last, but not least: Seit in einem kleinen Weiher wieder Wasser ist, sind auch die Riesenseerosen (Victoria cruziana) wieder aufgetaucht.


Hans Fritschi, Jahrgang 1957, ist ehemaliger Journalist und Buchautor, er lebt seit 1991 in Thailand. Mehrere Monate des Jahres reist er in der Welt herum, den Rest verbringt der Hobbygärtner in Pattaya und Nong Khai. Falls Sie Fragen und Anregungen an unseren Gartenkolumnisten haben, oder seinen Garten mal anschauen möchten, schicken Sie ihm eine E-Mail an hansfritschi1957[at]gmail.com oder besuchen Sie die Dicovery Garden Webseite oder Facebook.

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