Europarat warnt vor Gefahr von Terror mit Biowaffen

Europarat warnt vor Gefahr von Terror mit Biowaffen

BERLIN: Sicherheitsexperten des Europarats haben vor der Gefahr von Terroranschlägen mit Biowaffen im Zuge der Corona-Pandemie gewarnt - sie gehen aber nicht von einer unmittelbaren Bedrohung aus. «Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, wie verwundbar moderne Gesellschaften durch Virusinfektionen und ihr Erschütterungs-Potenzial sind», zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) aus einer Stellungnahme des Europarats-Ausschusses für Terrorbekämpfung. Ein Sprecher des Europarats betonte aber zugleich am Montag: «Der Europarat hat keine konkreten Hinweise auf eine erhöhte Gefahr durch Bioterrorismus aufgrund der Pandemie.»

Deutsche Sicherheitsbehörden haben den Angaben zufolge bislang ebenfalls keine Hinweise auf entsprechende Anschlagsvorbereitungen. Der Europarat hat seinen Sitz im französischen Straßburg und kümmert sich um die Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte.

In der Stellungnahme heißt es dem Bericht zufolge weiter, die absichtliche Verwendung eines Krankheitserregers oder eines anderen biologischen Wirkstoffs durch Terroristen «kann sich als äußerst wirksam erweisen». Der Schaden für Menschen und Wirtschaft könnte weitaus größer sein als bei «traditionellen» Terroranschlägen, Gesellschaften würden über längere Zeiträume gelähmt, Angst verbreitet und Misstrauen weit über die unmittelbar betroffenen Gemeinschaften gesät.

Die Experten fordern eine verstärkte und koordinierte Antwort der europäischen Staaten auf diese Bedrohung. Der Ausschuss, in dem Sicherheitsfachleute der Europarats-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, plädiert auch dafür, die Bekämpfung biologischer Angriffe in Übungen zu trainieren. «Unsere Experten haben auf die Notwendigkeit hingewiesen, die internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet - auch während der Pandemie - fortzusetzen», betonte der Sprecher des Europarats.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz erklärte auf Anfrage der Funke-Zeitungen, bislang seien in Deutschland «keine konkreten oder abstrakten Tatplanungen» oder «ernsthafte Ideen oder Gedankenspiele zu bioterroristischen Aktivitäten» festgestellt worden. Im «eher unwahrscheinlichen Fall» eines solchen Anschlags dürfte am wahrscheinlichsten die Terrormiliz Islamische Staat oder Al-Kaida dahinter stehen, hieß es.

Anfang April hatte bereits UN-Generalsekretär António Guterres gesagt, er sehe eine steigende Gefahr künftiger Angriffe durch Bioterroristen mit dem Ziel einer Pandemie wie der gegenwärtigen.

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Homer Pattaya 27.05.20 09:50
Die Realität ist hellwach
Einfach ein Labor-Einbruch, Erreger xyz stehlen und hochzüchten, das wäre Terrorismus. Gefährlich sind auch die aufgetauten Permafrostböden, wo man unbekannte Ur-Bakterien oder Riesenviren entdeckte, die nach 30.000 Jahren Tiefkühlung noch infektionsfähig sind.
Gerhard Pflugfelder 27.05.20 09:49
Blödsinn? Aber nein liebe Mitkommentatoren...
Jede Regierung ist sich heute darüber im Klaren, dass sie in dieser Größe völlig überflüssig ist! Bei der heute möglichen Vernetzung wird lediglich eine gute Verwaltung benötig. Vor Ort - Entscheidungen können von den Bürgern via Internet selbst getroffen werden. Landesweite und Zukunftsentscheidungen können auf diese Weise ebenso bei den Bürgern abgefragt werden. Ähnlich wie es in der Schweiz funktioniert. ABER - will irgendein Abgeordneter den liebgewordenen, bequemen Sessel abgeben? Nein, gewiss nicht, also muss man dem Bürger Gefahren vor Augen führen, gegen welche die Politik "Schutz" weiß und bietet! Also macht man möglichst viele, teils völlig unsinnige, Gesetze. Ist das, wie in unserem Lande vollbracht, sucht man sich neue "Bedrohungen" um den Bürger "zu schützen", damit wird dann die Freiheit der Bürger weiter eingeschränkt, das Korsett wird enger. So z.B. die Waffengesetze, diese wurde wurden erstmals 1968 wegen der RAF eingeschränkt. Ui.. das ging aber leicht, dann kam als nächstes der Terrorismus, weitere Einschränkungen, mittlerweile war das Volk entwaffnet und der Polizeistaat hat es erheblich leichter. Vor allem wurde die Gefahr für die meist völlig unfähigen, Lobbyabhängigen Politiker immer geringer. Dann der weltweite Coronatest - ja man kann die Bewegungsfreiheit noch weiter eingrenzen, TOLL. Aber wer fürchtet den Terrorismus noch? Also muss was neues her - Bio"waffen". Juhu es klappt, kann weiter verboten werden und der Bürger zahlt. na also - passt!
Norbert Schettler 26.05.20 22:50
Mit Corona
kann man langsam keinem mehr Angst machen und schon kommt die nächst Panikmache. Die "Experten" streuen da mal eben ein Thema ein obwohl keine abstrakten Gedankenspiele festgestellt worden sind. Totaler Blödsinn, stimmt Benno Schönholzer.
Benno Schönholzer 26.05.20 20:49
Wieso warnt man vor etwas, von dem es keinerlei Hinweise gibt!!?? Und dies .. in einer Zeit ... wo ständig Corona-Angst gemacht wird!!
ICH VERSTEHE DAS NICHT!!
ABSOLUT UNNOETIG, BLOEDSINNIG!!
Rufio Rocco 26.05.20 14:44
Terroranschläge mit Biowaffen.....
Früher hat man Bomben geworfen, um ein Land zu "besiegen". Heute unterwandert man es. Dauert etwas länger, aber niemand schaut genau hin. Erst wenn es zu spät ist. Das Land bleibt erhalten, die Strukturen werden verändert. Oder man benutzt spezifische "Biowaffen" und "kauft" es dann wirtschaftlich auf. Für Leute mit defektem Köpfchen bestimmt kein Problem. Na, ich werde es hoffentlich nicht mehr erleben. ;-)