Waldelefant hilft beim Klimaschutz

​Doch die Art ist bedroht

Foto: Pixabay/Michelle Raponi
Foto: Pixabay/Michelle Raponi

KINSHASA: Waldelefanten tragen zur Biodiversität der Erde bei, und sie wirken der Klimakrise entgegen. Die grauen Riesen sorgen in den Regenwäldern Zentral- und Westafrikas dafür, dass mehr Kohlenstoff gespeichert und damit mehr Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre gebunden wird, wie Fabio Berzaghi, Forscher am Labor für Klima- und Umweltwissenschaften (LSCE-CEA) in Frankreich, der Deutschen Presse-Agentur zum Welt-Elefanten-Tag am 12. August erklärte.

Die Dickhäuter befreiten die Wälder von wucherndem Gebüsch. Die übrig gebliebenen Bäume profitierten von mehr Platz sowie einem besseren Zugang zu Wasser und Licht, was sich positiv auf ihr Wachstum auswirke, so Berzaghi. Je größer der Baum, desto größer die Sauerstoffproduktion. Zudem enthalte Elefantendung zahlreiche Baum- und Strauchsamen, die die Tiere über große Distanzen verteilten und dadurch die Biodiversität förderten. Doch der Waldelefant (Loxodonta cyclotis) sei vom Aussterben bedroht.

«Es ist ein Weckruf an die Welt. Würden die Elefanten aussterben, hätte das fatale Auswirkungen auf die Stabilität des gesamten Ökosystems. Elefantenschutz ist unmittelbarer Klimaschutz», sagte Heike Henderson, Vorstandsmitglied der Tierschutzorganisation Future for Elephants.

Nur noch 350.000 Elefanten leben Schätzungen zufolge in Afrika; 1970 waren es noch etwa zwei Millionen. Die Zahl der Waldelefanten beziffert die Organisation unter Berufung auf eine aktuelle Studie auf etwa 35.000 bis 40.000. Im März setzte die Weltnaturschutzunion (IUCN) die Spezies auf der Roten Liste bedrohter Arten in die Kategorie «vom Aussterben bedroht», die höchste von drei Gefährdungsstufen.

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