Waffen und Elfenbein in Premchais Haus gefunden

Foto: The Nation
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BANGKOK: Bei Durchsuchung des Hauses von Premchai Karnasuta, der am Sonntag in einem Wildschutzgebiet in Kanchanaburi als mutmaßlicher Wilderer festgenommen worden war, fanden Polizisten am Mittwoch eine Waffensammlung und vier Paar Elfenbeinstoßzähne.

Die Suche erfolgte gleichzeitig an sechs Orten, darunter in der Hauptstadt in einem Wohnkomplexes an der Soi Soonwichai 3 im Bezirk Huay Kwang sowie in den Provinzen Ratchaburi, Nakhon Ratchasima und Kanchanaburi, wo die drei anderen Verdächtigen leben. Gefunden wurden in Premchais Residenz in Bangkok 23 Gewehre, 13 Schrotflinten, zwei Pistolen, 11 Zielfernrohre und mehr als 1.500 Schuss Munition. Die Polizei beschlagnahmte die Waffen, um festzustellen, ob sie in einer Verbindung zu der angeblichen Wilderei standen.

Premchai Karnasuta, Präsident des Baukonzerns Italian-Thai Development, und seine drei Mitangeklagten wurden auf einem Campingplatz im Wildschutzgebiet Thung Yai Naresuan in der Provinz Kanchanaburi festgenommen, weil sie angeblich geschützte Tiere gewildert hatten. Beschlagnahmt wurden die Kadaver von geschützten Tieren und Gewehre mit Munition. Inzwischen hat Premchai gestanden, dass die auf dem Campingplatz sichergestellten Waffen ihm gehören. Der Campingplatz befindet sich in einem Sperrgebiet, in dem Jagen und Zelten verboten sind.

Premierminister General Prayut Chan-o-cha habe die Polizei angewiesen, den Fall ehrlich und in Übereinstimmung mit dem Gesetz zu behandeln, sagte der stellvertretende Polizeichef General Srivara Rangsibhramakul. Wenn sich herausstellte, dass Regierungsbeamten an der Wilderei beteiligt waren, würden auch sie verfolgt werden.

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Leserkommentare

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Johannes Schulte 11.02.18 18:55
Premchai hat jemanden auf die Fuesse getreten
der den Mut und die Macht hatte sich zu "bedanken". Aber wir sind in Thailand, da gibt eine laecherliche Geldstrafe ueber die der arme Man nur lachen wird. Nur wenn eine breite Front sich gegen die Unternehmen stellt und deren Anshen beschaedigt wird, weare er zumindest gezwungen, diese unter neuem Namen weiter zu fuehren. Wer einen Leopardenschwanz verspeisen muss, bei dem hilft eh sonst nichts mehr.
somkiat hinchan 08.02.18 22:05
Tatsache ist, daß es in dem Waldschutzgebiet seit Jahrzehnten gejagt wurde. Aber es hat sich darauf keiner rumgekümmert. Die Presse haben auch keine Nachrichten raus gebracht, da es sich um kleine arme Leute handelt, nicht wie dieses Mal.
Hammer 08.02.18 14:10
Jetzt muss man die Polizei schon anweisen, dass Sie den Fall ehrlich und in Übereinstimmung mit dem Gesetz behandelt unglaublich. Anm. d. Red.: Unangemessene Inhalte wurden entfernt.