Wählen im Weltraum - US-Astronaut hat auf Raumstation ISS abgestimmt

Foto: Nasa
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WASHINGTON (dpa) - Adresse: «Niedrige Erdumlaufbahn». Trotz aller Abgeschiedenheit im Weltraum können auch Astronauten auf der Raumstation ISS an der US-Präsidentenwahl teilnehmen. Doch das will gut geplant sein.

Briefwahl aus dem All: Der derzeit einzige US-Astronaut an Bord der Internationalen Raumstation ISS hat bei der Präsidentenwahl aus dem Weltraum seine Stimme abgegeben. Shane Kimbrough habe bereits in den vergangenen Tagen elektronisch gewählt, teilte die Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Möglich macht dies ein Gesetz aus dem US-Staat Texas von 1997. Dort haben die meisten Astronauten ihren Wohnsitz, weil sie am Johnson Space Center in Houston für den Einsatz im Weltall ausgebildet werden. Doch eine Wahl vom Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde will gut vorbereitet sein.

Ein Jahr vor ihrer Reise ins All müssen die Astronauten angeben, ob sie an bevorstehenden Wahlen teilnehmen wollen, erklärt die Raumfahrtbehörde Nasa. Später schickt ihnen die Flugleitzentrale elektronisch ein Formular. Das ausgefüllte Formular leitet das Kontrollzentrum dann weiter an die Wahlbehörden.

«Niedrige Erdumlaufbahn» steht als Adresse auf dem Antrag, wie die US-Astronautin Kate Rubins kürzlich mit einem Schmunzeln in einem Videoclip von der ISS aus erklärte. Sie war kurz vor der Präsidentenwahl zur Erde zurückgekehrt.

Kimbrough arbeitet derzeit mit den Russen Sergej Ryschikow und Andrej Borissenko auf der ISS. Zwar konnte sich der Astronaut durch die Wahl aus dem All das lästige Schlange stehen vor dem Wahlbüro sparen. Doch dafür bekommt er diesmal keinen Aufkleber mit der Aufschrift «I voted» (Ich habe gewählt).

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