VW stärkt Bereich für «Integrität und Recht»

Ausbau in China

Das Vorstandsmitglied des deutschen Automobilherstellers Volkswagen Hiltrud Dorothea Werner. Foto: epa/Carsten Koall
Das Vorstandsmitglied des deutschen Automobilherstellers Volkswagen Hiltrud Dorothea Werner. Foto: epa/Carsten Koall

WOLFSBURG (dpa) - Für die Aufarbeitung des Diesel-Skandals hat Volkswagen seinen Geschäftsbereich «Integrität und Recht» gestärkt.

Dieser soll unter anderem den Wandel in der Unternehmenskultur voranbringen. «Seit Jahresbeginn hat der Vorstand für solche Projekte, die Compliance, Risikomanagement, Integrität, Kultur und angrenzende Sachverhalte unterstützen, auch im Rechtswesen, zusätzliche Mittel in Höhe von rund 170 Millionen Euro bewilligt», sagte die zuständige Vorständin Hiltrud Werner der Fachzeitung «Automobilwoche» (Montag). Zudem seien mehr als 150 weitere Planstellen genehmigt worden. «Damit ist mein Bereich allein hier in Wolfsburg auf jetzt 540 Mitarbeiter von 255 Anfang 2017 gewachsen.»

Die Abgas-Affäre hatte Volkswagen in eine schwere Krise gestürzt. Vor rund drei Jahren war bekanntgeworden, dass das Unternehmen eine Manipulations-Software einsetzte, um bei Tests künstlich niedrige Werte für die Schadstoff-Emissionen zu erreichen, während Dieselwagen auf der Straße deutlich mehr ausstießen. Millionen Fahrzeuge wurden in die Werkstatt zurückgerufen. Es gibt bis heute gerichtliche Auseinandersetzungen, der Konzern musste Milliarden ausgeben.

Wichtigster Einzelmarkt für VW ist China. Dort wird die Produktion ausgeweitet. Das Unternehmen eröffnete mit seinem chinesischen Partner FAW drei neue Fahrzeugwerke in Qingdao, Foshan und Tianjin sowie ein neues Komponentenwerk in Tianjin. Die Standorte sollen die Flexibilität von Volkswagen in China steigern, hieß es. Vorstand Jochem Heizmann sagte, die neuen Werke stärkten zudem die «SUV- und Elektromobilitätsoffensive» des Konzern in der Volksrepublik.

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