Vorerst keine Abteilung für die Halal-Industrie

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Der Plan von Industrieministerin Pimphattra Wichaikul, eine neue Abteilung zur Förderung der Halal-Lebensmittelindustrie einzurichten, wird wahrscheinlich nicht mehr in diesem Jahr verwirklicht werden, da das Kabinettssekretariat es verbietet, Haushaltsmittel für neue Regierungsbehörden zu beantragen, sagte eine Quelle am Sonntag (11. Februar 2024).

Pimphattra von der United Thai Nation Party sagte vor kurzem, dass sie plane, eine öffentliche Organisation zur Förderung der Halal-Lebensmittelindustrie einzurichten, die später zu einer Abteilung ihres Ministeriums aufgewertet werden solle.

Eine gut informierte Quelle aus dem Regierungshaus sagte, dass das Industrieministerium dem Kabinett noch keinen Antrag auf Einrichtung einer neuen Abteilung vorgelegt habe.

Die Quelle berichtete, dass das Ministerium dem Kabinett stattdessen vorgeschlagen habe, einen nationalen Ausschuss unter der Leitung von Premierminister Srettha Thavisin einzurichten, um die Halal-Lebensmittelindustrie voranzutreiben.

Der Vorschlag befinde sich jedoch noch in der Anfangsphase und die Details seien noch nicht endgültig festgelegt. Die Quelle fügte hinzu, dass der Plan, eine neue Abteilung zur Förderung der Halal-Lebensmittelindustrie einzurichten, unwahrscheinlich sei, da das Kabinettssekretariat an alle stellvertretenden Premierminister und Minister Rundschreiben verschickt habe, dass ihre Überprüfung des Haushaltsentwurfs für das Jahr 2024 keine neuen festen Haushaltsausgaben in neuen Haushaltsjahren schaffen dürfe.

Jeder Antrag auf neue Haushaltsmittel während des Prüfungsprozesses muss für Regierungsbehörden gestellt werden, die in der Lage sind, das Projekt sofort durchzuführen, so die Quelle in dem Rundschreiben.

Die Projekte müssen im Rahmen der Befugnisse der Behörden, die den Haushalt beantragen, vorgeschlagen werden, und der Haushaltsantrag darf nicht gegen das Gesetz über die Finanzdisziplin und das Gesetz über das Haushaltsverfahren verstoßen, heißt es in dem Rundschreiben.

Die Quelle sagte, dass das Rundschreiben besagt, dass eine Änderung der Budgetzuweisung an neue Agenturen nur dann zulässig ist, wenn bereits Gesetze zur Einrichtung einer neuen Agentur erlassen wurden oder ihre Einrichtung bereits in der Royal Gazette veröffentlicht worden ist.

In der Zwischenzeit wird das Repräsentantenhaus über einen Antrag des Abgeordneten der United Thai Nation, Akkaradej Wongpithakroj, beraten, der die Einsetzung eines Sonderausschusses fordert, der die Einrichtung einer neuen Abteilung für die Halal-Lebensmittelindustrie prüfen soll.

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michael von wob 18.02.24 18:30
Weltweit wird und wurde
schon immer geschlachtet. Mit dem Bolzen wird getötet weil es schnell geht und nicht damit die Tiere weniger leiden. Beim Halal geht´s hauptsächlich um "reine Ernährung" wie beim koscheren Essen auch. Milliarden Hühner werden hängend am Fließband geschlachtet und wen Juckt´s ? Scheinheilige Diskussion !
Guenter Scharf 18.02.24 18:10
Halal = "langsamer qualvoller Tod"?
@jurgen steinhoff, 13.02.24, 05:50: Ob das Verbluten ein "langsamer qualvollen Tod" ist, ist umstritten. Es gibt verschiedene Untersuchungen, die sich z. T. widersprechen.
Und wenn's vor dem großen Schnitt eine Betäubung mit einem Bolzenschuss gibt, kann man wohl schwerlich von einem "langsamen qualvollen Tod" sprechen.
Jurgen Steinhoff 13.02.24 15:10
@Micael und @Monruedee
Warum denn so förmlich und politisch total korrekt? Nicht dass sie Unrecht hätten, aber in diesem Forum kann man wohl locker bleiben? "brauchen wir nicht" finde ich gar nicht so schlecht;)
michael von wob 13.02.24 12:20
@ Monruedee Kanhachin
Ganz auf meiner Linie und von den 3 Mio. mind. die Hälfte Säuft und frißt Schweinefleisch.
Monruedee Kanhachin 13.02.24 08:50
Herr covenat
Bitte um Erklärung: Wen meinen Sie mit "wir"? Da ein großer Teil der thailändischen Bevölkerung Bier oder Hochprozentiges trinkt (ab und zu oder auch öfters) und Schweinefleisch verzehrt, haben Sie recht, falls Sie die gesamte Bevölkerung dieses Landes in Betracht ziehen, was das "mehr"anbelangt. Falls Sie mit "wir" Expats aus westlichen Ländern meinen dann haben Sie nicht recht was das "Brauchen wir nicht" oder zumindest steht es nur thailändischen Staatsbürgern zu darüber zu urteilen. Bedenken Sie dass immerhin über 3 Millionen Thailänder Muslime sind.
michael von wob 13.02.24 08:30
@ thomas covenant
Ich genieße die Aussage: brauchen "wir" nicht. Wer ist wir und wer hat sie beauftragt für "mich" und mio. Andere zu sprechen ?
Jurgen Steinhoff 13.02.24 05:50
Halal = Tierquälerei
und sollte nicht gefördert werden. Wenn jemand sein Fleisch mit bessere, Gewissen isst, wenn das Tier vorher lebendig einen langsamen qualvollen Tod durch Verbluten erleidet, so ist das traurig. Aber dieses Schlachten noch fördern ist nicht richtig.
Guenter Scharf 12.02.24 13:30
Biertrinkende Schweinefleischesser
@leschim alex, 12.02.24, 11:50: 555/ha ha ha.
Ich denke, es gibt mehr halal-essende Muslime als biertrinkende schweinefleischessende Farangs.
leschim alex 12.02.24 11:50
Ich plaediere fuer eine .....
..... Einrichtung einer "Abteilung fuer biertrinkende Schweinefleischesser".
Andy 12.02.24 09:50
Halal Industrie
Meine Betroffenheit über diesen Bericht hält sich in Grenzen.