Vor den Ferien noch dies und das erledigen

Nur noch eine sehr kurze Zeit in Pattaya: Zäune flicken und Gänse schlachten

Zu viele Gänse ärgern die Nachbarn mit ihrem Lärm, wir verschieben mehrere in den Gänse-Himmel. Fotos: hf
Zu viele Gänse ärgern die Nachbarn mit ihrem Lärm, wir verschieben mehrere in den Gänse-Himmel. Fotos: hf

Wieder einmal wechsle ich vom Garten in Nong Khai in den von Pattaya. In letzterem halten wir Gänse und Iguana lümmeln überall frei herum.

In Nong Khai endet bis auf weiteres die Welt. Seit die Grenze zu Laos geschlossen ist, kann man nur noch über Bangkok irgendwohin ins Ausland gelangen. Da bekomme ich langsam einen Koller, fühle mich eingeschlossen. Zwar ist das Einkaufen bei Makro im Rekordtempo erledigt, mangels Kunden aus Laos, aber die Ödnis ist mit Händen zu greifen, auch in der Innenstadt von Nong Khai sind zahllose Geschäfte zu, es ist deprimierend.

Impfen und dann in Europa rumreisen

Der Zaun ist erhöht und oben mit Stacheldraht versehen. Das sollte helfen gegen Diebe und streunende Hunde.
Der Zaun ist erhöht und oben mit Stacheldraht versehen. Das sollte helfen gegen Diebe und streunende Hunde.

Auch in Pattaya herrscht Ödnis, die vormals belebte City ist eine einzige deprimierende Geisterstadt. Ich habe deshalb einen Flug in die Schweiz gebucht, die Rückreise ist für Anfang Oktober vorgesehen. Ich bin zuversichtlich, dass ich bis dann eine Covid-19-Impfung habe und ohne nochmalige Quarantäne nach Thailand zurückkehren kann. Ein Sommer in Europa scheint mir momentan attraktiver als der weitere Aufenthalt in Thailand. Und ich kann mir das auch leisten, weil ich gute Leute habe.

Bevor es allerdings losgeht, will ich noch diverse Dinge erledigen. Im hintersten Teil des Grundstücks ist der Zaun nicht mehr dicht. Streunende Hunde dringen hier ein, wann immer es ihnen passt. Und böse Buben ebenfalls. Sie haben sich im Schutze der Nacht schon drei große Gänse geschnappt, darunter eine seltene Toulouse-Zuchtgans im Wert von 3.000 Baht. Wir haben Betonpfosten von 2,50 Metern Länge in den Boden gerammt, unten einen Maschenzaun gegen die Hunde und oben Stacheldraht gegen die Diebe installiert. Kein Zaun ist unüberwindbar, aber einfach hereinwandern ohne Aufwand geht jetzt nicht mehr so leicht. Und als die streunenden Hunde am ersten Abend nach der Fertigstellung erschienen, waren sie sichtlich irritiert, ja frustriert.

Gänsezucht war sehr erfolgreich

Dieser junge Iguana ist nun noch grasgrün.
Dieser junge Iguana ist nun noch grasgrün.

47 Gänse konnten wir diesen Winter und im Frühjahr aufziehen, so viele wie nie. Konsequent hatten wir vorgängig kleine Gruppen von vier bis fünf Weibchen und einem Ganter gebildet. Die Ganter freuen sich ob ihrem Harem und ihre Virilität reicht auch für eine erfolgreiche Zucht aus, wie das Rekordergebnis belegt. Doch nun haben wir so viele, dass die Nachbarn ob des Lärms anfangen zu reklamieren.

Wir wollen nun also vor meiner Abreise noch die Zahl der Gänse „reduzieren“, wie wir das Schlachten euphemistisch umschreiben wollen. Das ist natürlich kein schöner Vorgang, aber unabdingbar für Leute, die auf Gänsebraten nicht verzichten wollen. Wir betäuben die Gänse natürlich, bevor sie ans Messer kommen. Aber, wie gesagt, schön ist das nicht. Wir haben einen riesigen Tiefkühler gekauft, damit wir sie bis Weihnachten auch sicher lagern können. Wer sich aber jetzt schon eine sichern will, gerade eben haben wir genügend auf Lager. Gefrorene Gänse können auch während meiner Abwesenheit im Discovery Garden Pattaya bezogen werden.

In Nong Khai haben wir weder Gänse noch Iguana, das unterscheidet die zwei Gärten. Ich bin fasziniert von diesen großen Echsen, die Vegetarier sind, im Gegensatz zu den Waranen. Ich schaue ihnen gerne zu, und die exotischen Iguana essen wir auch nicht…


Hans Fritschi, Jahrgang 1957, ist ehemaliger Journalist und Buchautor, er lebt seit 1991 in Thailand. Mehrere Monate des Jahres reist er in der Welt herum, den Rest verbringt der Hobbygärtner in Pattaya und Nong Khai. Falls Sie Fragen und Anregungen an unseren Gartenkolumnisten haben, oder seinen Garten mal anschauen möchten, schicken Sie ihm eine E-Mail an oder besuchen Sie die Dicovery Garden Webseite oder Facebook. Für unterhaltsame und interessante Gartengeschichten in Bild und Ton besuchen Sie Hans Fritschis YouTube-Kanal – Teilen, Liken & Abonnieren erwünscht!

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